Meisterin der Großfläche: 100 Quadratmeter bemalt. Beate Schütz sorgt für Kunst bei SPL Tele. Für Zentrale malte sie insgesamt knapp 100 Quadratmeter.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 08. Februar 2020 (04:34)
Beate Schütz sorgt für Kunst in den Bürogebäuden der Wolkersdorfer SPL Tele. Insgesamt schuf sie für die Firmenzentrale bisher knapp 100 Quadratmeter Bilder - von denen keines aussieht, wie ein zweites.
zVg

„Meine Riesenwerke für das neue SPL Tele-Gebäude in Wolkersdorf sind fertig“, freut sich Malerin Beate Schütz: Für das neue Bürogebäude im ecoplus-Park des Telekommunikationshardware-Komplettanbieters ihres Gatten Rudolf Schütz sorgte sie wieder für die künstlerische Ausgestaltung - wie schon im Haupthaus.

„Für das Gebäude WODO III habe ich nur für Eingangsbereich und Siegenhaus große Bilder angefertigt - insgesamt fünf Bilder mit einer Breite von 2,5 Metern - die Höhe variiert zwischen 80 Zentimetern und zwei Metern. Zusätzlich werden noch ein paar für Besprechungszimmer und Aufenthaltsräume gebraucht werden. In den Büros kann man in WODO III nicht viele aufhängen, da es viele Glaswände gibt oder offene Officeplätze“, lacht Schütz.

„Manchmal gelingt ein Bild relativ rasch - manche Werke entpuppen sich allerdings als große Herausforderung und verlangen viele, viele Schichten und Stunden im Atelier!“Beate Schütz, Malerin

Ein wahrer Mammutauftrag war die künstlerische Ausgestaltung des Haupthauses gewesen: Hier vermalte sie insgesamt 82 Quadratmeter Leinwand zu insgesamt 76 Bilder - davon zehn „Riesen“ für Eingangsbereich und Stiegenhaus und der Rest hängt in Besprechungszimmern und Büros: „Ich habe das erst für die Anfrage zusammenrechnen müssen“, gesteht Beate Schütz, die in Wildendürnbach ihr eigenes Atelier betreibt.

Wie schafft man es, angesichts dieser doch beeindruckenden Flächen, die mit Kunst zu befüllen sind, Werke zu schaffen, bei denen man nicht sagt: OK - das kommt jetzt vom Fließband? „Meine Bilder entstehen aus Emotion, mit Schwung und Elan. Zuerst bildet sich ein „Untergrundchaos“, danach werden immer weitere Schichten aufgetragen - bis man schließlich mit sehr viel Überlegung und Betrachten das Werk und die Komposition fertigstellt“, erzählt Schütz: „Manchmal gelingt ein Bild relativ rasch - manche Werke entpuppen sich allerdings als große Herausforderung und verlangen viele, viele Schichten und Stunden im Atelier.“

„Ich genieße das Arbeiten mit verschiedenen Materialien auf großen Leinwänden, da kann ich meine Kreativität voll ausleben“,

Und die Menge? „Ich freue mich immer besonders, wenn ich große Aufträge bzw. Großformate in Angriff nehmen darf. Ich genieße das Arbeiten mit verschiedenen Materialien auf großen Leinwänden, da kann ich meine Kreativität voll ausleben“, sagt Beate Schütz: „Im Moment hatte ich nur ein kleines Problem: Am schönsten und auch viel einfacher ist es im Sommer im Freien malen zu können, da trocknen die Bilder auch viel schneller und durch die direkte Sonneneinstrahlung entstehen sehr schöne Effekte - die WODO III Werke musste ich leider im Winter im Atelier malen, war nicht ganz einfach“, gesteht sie.

Bei der Technik greift die Wildendürnbacherin auf abstrakte Acrylmalerei zurück, teilweise kombiniert sie mit Kollagen und verschiedenen strukturgebenden Materialien. „Ich verwende inzwischen auch sehr oft zusätzlich Ölfarbe bzw. Holzbeizen, Bitumen.“

Mit ihrer Kunst möchte sie Lebensfreude und positive Schwingungen auf den Betrachter übertragen, „manchmal werden auch Texte und Lebensweisheiten in meine Bilder eingebaut, die man zwar nicht lesen kann, weil sie unleserlich geschrieben sind, die aber gute Energie in den Raum bzw. zum Betrachter transportieren sollen“, sagt Beate Schütz.

Die Bilder im Bürogebäude WODO III werden nach den Semesterferien aufgehängt. Am 6. März präsentiert Beate Schütz als Mitglied des Mistelbacher Kunstvereines ihre Bilder bei einer Ausstellung im Kabinett des Mistelbacher Schlössls.