Coronavirus: Mödlinger Lehrer positiv getestet. Im Gymnasium Keimgasse hat sich ein Verdachtsfall auf Covid 19 bestätigt. Direktor agiert in Abstimmung mit Behörde.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 23. September 2020 (04:22)
Michael Päuerl, Direktor der Keimgasse in Mödling.
Dworak

Direktor Michael Päuerl zeigt sich im NÖN-Gespräch ruhig und gefasst.

„Bei 1.000 Schülern hat man sich darauf einstellen müssen, dass es zu einem positiven Fall an der Schule kommen kann“, erklärt der Schulleiter. Doch er fügt sofort hinzu, dass ein Lehrer positiv auf das Virus getestet wurde und kein Schüler.

Die weitere Vorgehensweise bezüglich der Testung und des Contact Tracing „ist mit der Bezirksgesundheitsbehörde abgesprochen. Wir stehen in einem permanenten Austausch“, versichert Päuerl. Als Kontaktpersonen werden jene Personen geführt, die sich in letzter Zeit in einem Abstand von zwei Metern und weniger zum Lehrer befunden haben. „Jene Personen, die sich weiter weg befunden haben, gehören nicht zum unmittelbar gefährdeten Personenkreis“, sagt Päuerl. Die Kontaktpersonen wurden bereits getestet und abgesondert.

Trotzdem gab es am Dienstag ein Test-Screening für alle Schüler in jenen Klassen, in denen der Lehrer ständig unterrichtet hatte. Päuerl sagt über die Schulmaßnahmen: „Wir haben ein Eingangsmanagement und eine Pausenordnung, damit nicht alle Schüler gleichzeitig auf die selben Plätze stürmen. An ausgewählten Positionen stehen Desinfektionsmittel bereit, wir vermeiden tunlichst einen klassenübergreifenden Unterricht“, sagt Päuerl. Doch das Wichtigste sei, den Schülern klar zu machen, „dass Abstand halten“ das Gebot der Stunde sei.

„Das ist aufgrund des Lockdowns und dem damit verbundenen Nachholbedarf der Kinder nach sozialen Kontakten besonders schwierig. Wir müssen die Schüler für die Gefahr wieder sensibilisieren.“