Martin Eichtinger: Meister der Fremdsprachen

Erstellt am 01. Oktober 2022 | 05:27
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Martin Eichtinger mit Südböhmens Kreishauptmann Martin Kuba.
Foto: Úschovna
Landesrat Martin Eichtinger hat kaum Probleme mit der Verständigung.

2001 wurde erstmals der „Europäische Tag der Sprachen (EDL)“ gefeiert. Vorrangiges Ziel ist, dadurch auf Europas sprachliche und kulturelle Vielfalt aufmerksam zu machen. Aber auch zu lernen, wie Landesrat Martin Eichtinger (61), ÖVP, hervorhebt. Nicht umsonst habe Johann Wolfgang von Goethe gesagt: „Wie viele Sprachen du sprichst, sooft mal bist du Mensch“, zitierte der Perchtoldsdorfer.

Der Sprachenfan spricht fließend Englisch – nach mehrjährigen Aufenthalten in Washington (Leiter des österreichischen Presse- und Informationsdienstes) und London (Botschafter) nicht verwunderlich, auch Französisch ist kein Problem. Neben dem Jus-Studium paukte Eichtinger Russisch, im Rahmen eines Auslandssemesters in Bologna kam Italienisch dazu. Sechs Monate in Mexiko führten nicht ganz zu lupenreinem Spanisch, schmunzelt Eichtinger, sondern zu einer „Art Itaniolo, wie mir Bekannte attestiert haben“.

„Eine sehr schwere Sprache mit sieben Fällen. Aber ich bemühe mich, bei Terminen zumindest die Einleitung auf Tschechisch zu machen.“
Landesrat Martin Eichtinger

Sprachliche Ausflüge ins Polnische und Chinesische – „Ich kann 70 Zeichen, zum Lesen eines Textes braucht man etwa 3.000“ – folgten. Stolz ist Eichtinger auf das, was er sich während seine Zeit als Botschafter in Rumänien und Moldau (2007 bis 2010) vorgenommen und durchgezogen hat: „Ich wollte unbedingt mein Abschiedsinterview ohne Dolmetscher auf Rumänisch geben.“ Aktuell büffelt der Landesrat Tschechisch. Auf die Idee sei er während der grenzübergreifenden Tätigkeiten gekommen. „Eine sehr schwere Sprache mit sieben Fällen. Aber ich bemühe mich, bei Terminen zumindest die Einleitung auf Tschechisch zu machen.“

Sprachen zu lernen sei „mit Emotionen, Kultur verbunden. Kein Vergleich zur Abfrage von Worten oder Sätzen über Übersetzungsprogramme. Kann oder versteht man eine Sprache, kann man viel besser in das jeweilige Land eintauchen“, ist Eichtinger überzeugt.