Wegen Coronavirus: Weltsparwoche statt Weltspartag. Am 30. Oktober wäre es wieder soweit. Die Banken würden zum Weltspartag laden. Coronabedingt braucht es heuer mehr Planung, die Banken im Bezirk Mödling sind aber vorbereitet.

Von Michelle Schüller. Erstellt am 21. Oktober 2020 (05:45)
Weingartner-Foto

In der Raiffeisen Regionalbank Mödling hat „der Weltspartag schöne Tradition, im Rahmen derer wir mit unseren Kunden zusammenkommen und uns für die gute Zusammenarbeit bedanken“, sagt Geschäftsleiter Stefan Jauk.

Der Weltspartag richte sich vor allem an Kinder und Jugendliche. Deshalb nehme man den Bildungsauftrag war – „daran zu erinnern, dass es wichtig ist, Geld zur Seite zu legen“.

Corona-bedingt gibt’s keine Bewirtung (dafür Süßes zum Mitnehmen), sehr wohl aber Geschenke und Initiativen: „Für den Besuch der Erwachsenen an den Raiffeisen Spartagen zwischen 27. und 30. Oktober spenden wir fünf Euro – bislang waren es zwei – für ein lokales Projekt oder einen regionalen Verein. In Zeiten wie diesen ist ehrenamtliches Engagement besonders wichtig, wir möchten unseren Beitrag zur Freiwilligenarbeit in unserer Region leisten“, erklärt Jauk. Was das Sparen betrifft, sieht Jauk einen „eindeutigen Trend zu Fondssparverträgen und Wertpapieren“.

In der Volksbank Mödling hat man sich „für eine Weltsparwoche entschieden, um somit Menschenansammlungen zu vermeiden“, macht Anton Kufner, stellvertretender Regionaldirektor, deutlich. „Wir möchten trotz allem den Kindern und Jugendlichen den Spargedanken näherbringen. Es ist immer gut, Reserven zu haben, wie in diesem Jahr deutlich geworden ist.“ Erstaunlich sei, dass „trotz der Corona-Krise die Spareinlagen steigen“. Besonders für ältere Menschen sei das Sparbuch noch immer „das Nonplusultra – obwohl es schon länger keine Zinsen mehr gibt“.

Thomas Scharrer, Filialleiter der Ersten Bank Mödling, hat den Weltspartag gleich auf zwei Wochen ausgedehnt. Als gute Alternative zum zinslosen Sparbuch empfiehlt Scharrer „Wertpapiere oder eine Fondspolizze. Hierbei kann man beispielsweise das Enkerl einsetzen, im Falle des Ablebens wird das Geld eins zu eins ausbezahlt, fällt also nicht in die Verlassenschaft“.

Bei der HYPO NOE in Mödling habe „das Sparbuch nichts an Bedeutung verloren“, weiß Regionalleiter Thomas Partel: „Heute dient das Sparbuch mehr als Puffer. Außerdem geht es darum, Vorbild für die Kinder und Jugendlichen zu sein und ihnen zu zeigen, wie wichtig es ist, vorzusorgen.“ Auch bei der HYPO beginnt die Weltsparwoche schon am 19. Oktober. Bei den Geschenken setzt man auf Regionales wie Teigwaren oder Popcornmais.

In der UniCredit Bank Austria können Kunden rund um den Weltspartag Termine vereinbaren, um ihre Finanzangelegenheiten und die aktuell besten Veranlagungslösungen zu besprechen. Natürlich werde es Geschenke geben, betont Mauro Maschio, Vorstand Privatkundenbank. Darüber hinaus werden die vorgesehenen Weltspartagsgeschenke an Kooperationspartner wie das SOS Kinderdorf sowie an lokale karitative Organisationen, Kindergärten und Schulen gespendet.

In den Filialen der Raiffeisenbank Wienerwald (Breitenfurt, Kaltenleutgeben) werden die Weltspartage auf zwei Wochen ab 27. Oktober ausgedehnt. Verköstigung gibt es keine, Geschenke sehr wohl. Ebenso wie Anlage-Beratungen im eigens geschaffenen Kompetenz-Zentrum, berichtet Andrea Felber.

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