Schwarz-Rote Zusammenarbeit bleibt. Das bewährte Duo Beatrix Dalos, ÖVP, und Josef Spazierer, SPÖ, setzt die Zusammenarbeit fort.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 24. Februar 2020 (05:08)
Haben das Arbeitsübereinkommen für Biedermannsdorf bereits unterschrieben: Bürgermeisterin Beatrix Dalos und Vizebürgermeister Sepp Spazierer. Die konstituierende Sitzung des Gemeinderates findet am 23. Februar statt.
Jandrinitsch

Die Zusammenarbeit zwischen ÖVP und SPÖ sei in den vergangenen Jahren eine auf Augenhöhe gewesen, mit Partnern, die einander kennen und sich respektieren, eine bewährte politische Partnerschaft, die für Biedermannsdorf bis jetzt nur positive Früchte getragen habe, darin sind sich Bürgermeisterin Beatrix Dalos und Vizebürgermeister Sepp Spazierer einig. Aus diesen Gründen werde man auch die Zusammenarbeit fortsetzen.

Die Bürgermeisterin betont: „Die Zusammenarbeit mit den Grünen war in unserer Fraktion nur kurz ein Thema. Wir schätzen die Zusammenarbeit mit der SPÖ, die in den letzten zwölf Jahren klaglos funktioniert hat. Die ÖVP steht geschlossen hinter der Entscheidung, weiter mit der SPÖ zu arbeiten.“

Die Grünen mit ihrem Zugewinn von zwei Mandaten will Dalos auch nicht aus der Pflicht entlassen, mehr Verantwortung für die Gemeinde zu übernehmen. „Die Grünen werden zusätzliche Agenden wie Ortsbildpflege und damit auch verbunden die Garten- und Parkanlagen übernehmen. Neu ist auch, dass sie für Infrastruktur und die Mehrzweckhallen-Betriebsgesellschaft nach der konstituierenden Sitzung am kommenden Sonntag verantwortlich sein werden. Dazu gehört auch die Instandhaltung der Kinderspielplätze“, betont Dalos.

Der Gemeindevorstand wird nicht verkleinert, sondern es bleibt bei sieben Gemeindevorständen.

Die FPÖ bleibt demnach im Gemeindevorstand vertreten, auch wenn diese ein Mandat verloren hat. Spazierer erklärt: „Die FPÖ hat sich im Wahlkampf immer als Kontrollpartei bezeichnet, mit dem Vorsitz über den Prüfungsausschuss kann sie jetzt zeigen, dass sie diese Arbeit auch in der Gemeinde übernimmt.“ Die Grünen halten jetzt bei zwei Gemeindevorständen. Parteisprecherin Simone Jagl sagt über das Arbeitsübereinkommen von SPÖ und ÖVP: „Wir respektieren die Entscheidung der ÖVP, den bequemeren Weg mit einer deutlich geschwächten SPÖ weiter zu gehen. Dass wir als einzige Partei bei der Gemeinderatswahl dazugewonnen haben, sehen wir als deutlichen Auftrag für Veränderung. Schade, dass die ÖVP anscheinend nicht den Mut zu dieser Veränderung hat.“

Grüne standen für Koalition bereit

Die Grünen bedauern auch, dass sich die Bürgermeisterin „für die Bekanntgabe ihrer Entscheidung über zwei Wochen Zeit gelassen hat, obwohl wir unsere Bereitschaft zu einer Koalition erkennen ließen. In der Zeit, die die ÖVP für ihre Entscheidung gebraucht hat, wurden in vielen anderen Gemeinden schon Koalitionen fixiert.“

Die ÖVP hält 9 Mandate, die SPÖ 4, die Grünen 6 Mandate und die FPÖ 2 Mandate.