Soforthilfe ist eine „Frage der Ehre“. Gerald Czech steht dem Roten Kreuz als Brunner Bezirksstellenleiter weitere fünf Jahre zur Verfügung.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 16. April 2021 (03:22)
Gerald Czech wurde für weitere fünf Jahre als Brunner Bezirksstellenleiter bestätigt: Im Team soll die Organisation Rotes Kreuz noch effizienter aufgestellt werden. 
NÖRK/Martin Mühlhofer

Seit 2016 steht Gerald Czech an der Spitze der Rot-Kreuz-Bezirksstelle Brunn am Gebirge, nun wurde der 50-jährige Sozioökonom für weitere fünf Jahre in diesem Ehren-amt bestätigt.

Die Wiederwahl birgt für den Brunner Familienvater  „große Verantwortung. Man braucht immer Menschen die helfen wollen, weil es immer Menschen gibt, die Hilfe brauchen“. Besonderes Augenmerk lenkt er auf die Nachwuchsarbeit, Czechs erklärtes Ziel: „Ich möchte diese Funktionsperiode dazu nutzen, Aufbauarbeit zu leisten, um in jüngere Hände zu übergeben“. Im Fokus steht: „Den Jungen etwas zutrauen, auch Raum für Fehler einräumen, weibliche Führungskräfte zu fördern und besonders zum richtigen Zeitpunkt loslassen zu können“.

Menschlichkeit ist nicht zu deckeln“, Gerald Czech, Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiter

Als Teamplayer ist es Czech ein Anliegen, „die Organisation Rotes Kreuz gemeinsam noch effizienter zu gestalten“. Der Grundstein dafür wurde durch den „neuen Verwaltungsverbund“ schon zu Beginn des Jahres mit der Vereinheitlichung differierender Tarife und Verträge gelegt. Die Gemeindeverantwortlichkeit wurde auf Landesebene gehoben. „Finanzierung und Grundlagen haben sich zwar verändert, die Servicequalität bleibt jedoch gleich“, betont der Bezirksstellenleiter, der auch mit einer „neu überdachten Rettungslandschaft die Versorgung in Niederösterreich langfristig sicherstellen möchte“.

Die Pandemie birgt für ihn viele Herausforderungen. Genügend vorhandene Ressourcen und eine gute Einsatzvorbereitung für den Ernstfall sind essenziell – obwohl es – „oft anders kommt als geplant“. Auch im sozialen und familiären Bereich sind die Auswirkungen enorm. Viele der Services wie Erste-Hilfe- oder Ausbildungskurse und das Jugendangebot funktionieren digital. Beim Besuchsdienst wird wieder vermehrt auf das gute alte Telefon zurückgegriffen. Über allem steht, „richtig ist, was wichtig ist“. Personell und finanziell findet das Rote Kreuz viele Unterstützer. Da gilt„eine nach oben offene Skala“, weil „Menschlichkeit nicht zu deckeln ist“, nur so ist „Spontanhilfe möglich“.

Für Hobbys bleibt Czech – der die Dinge lieber gut, als zu breit gestreut macht – keine Zeit: „Seit 30 Jahren bin ich beim Roten Kreuz, habe hier meine Frau kennengelernt und auch mein Sohn ist in der Jugendgruppe“.