Brunn am Gebirge

Erstellt am 12. Januar 2019, 05:19

von Johanna Hoblik

Müll rückt vors Haus. Die Altstoffsammelinsel musste wegen Bescheids der BH Mödling aus dem Wald auf öffentliches Gut gestellt werden.

Der ursprüngliche Standort der Altstoffsammelinsel war am Beginn des Wäldchens, links vom Weg. Nun wurde die Insel nur ein paar Meter so versetzt, dass sie sich auf öffentlichem Gut befindet.  |  Hoblik

Mit der Altstoffsammelinsel am Brunner Berg (Barmhartstalweg) sind nicht alle Beteiligten glücklich.

Die Details in chronologischer Reihenfolge, die NÖN berichteten. Seit über fünf Jahren standen die Sammel-Container auf einem präparierten Untergrund, nicht eingefriedet, zurückversetzt in den Wald am Barmhartstalweg.

Nach einer Anrainerbeschwerde erhielt die Gemeinde eine Nachricht von der Bezirkshauptmannschaft Mödling, der Standort sei nicht rechtens. Dieses Waldgebiet sei ein Schutzgebiet, die Gemeinde hätte für die Errichtung der Müllinsel einen Rodungsbescheid beantragen müssen und wurde daher aufgefordert, mit Ende Dezember den Standort zu verändern.

"Es gibt neuerlich Widerstand"

Albert Schweter ist enttäuscht. „Der Einwand, dass die Altstoffsammelinsel in einem Waldstück aufgestellt ist, kam nicht von mir. Tatsache ist, ich bin der Geschädigte, die Container stehen derzeit direkt ungeschützt vor unserem Haus.“

Seit 22. November unterstützt er ein Anrainerrechte-Verfahren „Berufung gegen Baubescheid der Gemeinde“.

Bürgermeister Andreas Linhart, SPÖ, klärt im NÖN-Gespräch auf: „Da Bedarf besteht, wurde die Sammelinsel aus dem Wald in unmittelbarer Nähe zum alten Standort auf öffentliches Gut gestellt. Nun, wo wir schön ausbauen wollen, gibt es leider neuerlich Widerstand.“

Schweter argumentiert dazu: „Die Container stehen an einer schmalen Stelle der Straße, ich bezweifle, dass sich die geplante Einfriedung vom Platz her zufriedenstellend ausgeht“.