Rot als Alarmzeichen auch für Bezirk Mödling. Der Bezirk Mödling ist „rot“. Die Corona-Ampel-Kommission hat die höchste Warnstufe verhängt. Welche Auswirkungen das genau haben wird, weiß Bezirkshauptmann Philipp Enzinger noch nicht. Er steht „ständig mit der Landesregierung und der Landessanitätsdirektion in Kontakt“, um auszuloten, was die ministerielle Verordnung zum Inhalt hat.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 23. Oktober 2020 (14:13)
Symbolbild
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Die „rote“ Einstufung sei nicht von ungefähr gekommen, meint Enzinger im NÖN-Gespräch. „Wir verzeichnen nun einmal steigende Zahlen auf hohem Niveau, auch das Ansteckungsrisiko ist hoch.“ Von Donnerstag auf Freitag gab es 45 weitere positiv Getestete (Stand Freitag: 244); die Tage zuvor waren es durchschnittlich etwa 20.

Die Inzidenzzahl (Häufigkeit) liege bei 143 (Fälle pro 100.000 Einwohner). „Die Infektionen sind breit gestreut“, berichtet Enzinger - vorwiegend in Familien, Schulen und im Freizeitbereich. „Viele wissen gar nicht, wo sie sich angesteckt haben könnten. Das macht es sehr schwer, Maßnahmen zu ergreifen.“ 

Gastro und Kultur durchaus "sicher"

Eines scheint sicher zu sein: „Die Gastronomie und die professionellen Veranstaltungen wie Konzerte und Theater sind keine Infektionsschwerpunkte. Aber ,Rot' ist ein sehr starkes Alarmsignal an die Bevölkerung: es besteht überall sehr hohes Ansteckungsrisiko.“