Erfolg: 100 „Positive“ weniger im Bezirk Mödling. Die Zahlen gehen im aktuellen Lockdown deutlich zurück. Auch Guntramsdorf beginnt jetzt mit Tests in Kindergärten.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 14. April 2021 (03:13)
Impfstraße Perchtoldsdorf: Gemeinde-Organisatorin Andrea Kö mit dem ärztlichen Koordinator Stefan Kressler und Ärztin Marion Beer-Donner (v.l.).
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Die Zahlen, die Bezirkshauptmann Philipp Enzinger am Montag zu Mittag vermeldete, sind angesichts der allgemeinen Entwicklung durchaus erfreulich: Es gab „nur“ 400 Corona-Positive im Bezirk Mödling – gleich um 100 weniger als in der Woche zuvor.

Auch, was die 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner) betrifft, ist ein deutlicher Abwärtstrend zu merken: mit 172,1 ist der Unterschied zu den Nachbarbezirken Wien (278,5) und Baden (199) deutlich. Enzinger bedankt sich bei allen, die die aktuellen Maßnahmen beherzigen: „Man merkt, dass sie Wirkung zeigen. Jetzt heißt es, noch durchzuhalten.“

„Man merkt, dass sie Wirkung zeigen. Jetzt heißt es, noch durchzuhalten“, Bezirkshauptmann Philipp Enzinger bedankt sich für das Einhalten der Corona- Maßnahmen.

In Perchtoldsdorf (Siegfried Ludwig-Halle), Guntramsdorf (Sporthalle) und Mödling (Rot-Kreuz-Bezirksstelle) waren bislang Impfzentren eingerichtet. Die werden nunmehr der Vergangenheit angehören, denn das Land Niederösterreich setzt ab nächster Woche aus logistischen Gründen auf ein großes Impfzentrum je Bezirk. Das wird in Laxenburg situiert sein, entgegen anders lautenden Meldungen nicht im Kloster, sondern im Konferenzzentrum, und wird sieben Tage die Woche geöffnet haben.

Bei Ärzten im niedergelassenen Bereich soll weiterhin geimpft werden (vorwiegend Astra Zeneca & Johnson), in den Landeszentrum die in der Handhabung aufwendigeren Vakzine von BioNTech/Pfizer und Moderna.

Spuck-Test für Kindergarten

Da derzeit bei Kleinkindern unter fünf Jahren die positiven Fälle rasant in die Höhe gehen, denkt man nun auch an freiwillige Tests im Kindergarten. Zurzeit läuft in ganz NÖ ein Pilotprojekt, dem sich Guntramsdorf aus eigener Initiative anschließen wird – in allen fünf Kindergärten der Marktgemeinde soll der Spuck-Test für vier Wochen eingesetzt werden. Nach dieser 4-wöchigen Phase wird es eine Evaluierung geben. Danach sollte das Land NÖ Lollipop-Lutsch-Tests zur Verfügung stellen.

„Da die Entscheidung des Landes frühestens in einigen Wochen erwartet werden kann, haben wir uns als Gemeinde entschlossen, die Tests auf freiwilliger Basis anzubieten“, berichtete Gemeinderätin Gabi Pollreisz, SPÖ. Die Gemeinde übernimmt die Kosten in der Höhe von 6.000 Euro. Diese Vorgehensweise wurde im Gemeinderat – eingebracht durch die NEOS, die auf ähnliche Initiativen in Wiener Neudorf und Traiskirchen hingewiesen haben – diskutiert und beschlossen.