Ein Kur-Aufenthalt mit süßen Folgen. Eine Liebesgeschichte / Birgit und Helmut Moser-Kadlac halten die Schwangerschaft in einem „Bauchpanik & Männerwehen“-Buch fest.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 29. Juli 2015 (18:26)
NOEN, privat
Birgit und Helmut Moser-Kadlac präsentieren ihr Erstlingswerk und freuen sich Kind Nummer 2 – Tochter Tilda.

Die schönsten Geschichten schreibt das Leben. Und dass die Zufälle samt deren Ergebnisse viel zu bieten hat, könnten Birgit und Helmut Moser-Kadlac auf vielen Seiten belegen: „Bauchpanik & Männerwehen“ heißt ihr Erstlingswerk, das sich um die berühmten neun Monate dreht, in dem Mama und Papa sich auf den Nachwuchs vorbereiten.

Rückblende: Birgit (36), Mödlingerin, Betriebswirtin und Assistentin des PULS4-Programmdirektors, ist vor fünf Jahren auf (Abnehm-)Kur in Ottenschlag im Waldviertel. Helmut (36) ist Villacher, Therapeut, Fitnesstrainer, besticht mit seinen blauen Augen, dem Skilehrer-Dialekt und dem durchtrainierten Körper. Lange Rede, kurzer Sinn. Sechs Monate später ist Birgit schwanger, Helmut quittiert die Nachricht mit einem lockeren „Cool“.

Dann betritt das Paar – so wie viele andere auch – Neuland. Die Fragen häufen sich, Birgit besorgt Stöße an Sachbüchern und fordert auch Helmut auf, sich zu bilden: „Wofür?“, entgegnet er. Birgit kann nicht wirklich böse sein, denn „die meisten Sachbücher über Schwangerschaft sind tatsächlich nur für Frauen“.

Womit der Gedanke reift, ein Buch zu schreiben, bei dem die neun Monate bis zur Geburt auch von einem Mann kommentiert werden. „Es war mir ein Bedürfnis, auch die Männer bei diesem Thema abzuholen und deren Sichtweise zu zeigen“, sagt Birgit im NÖN-Gespräch.

Diskutiert werden Fragen wie – „Wieso dauert die Schwangerschaft nicht neun Monate, sondern 40 Wochen?“, „Warum sollte man schwangeren Frauen nicht widersprechen?“, „Warum ist die Geburt für den Mann nicht so aufregend wie für die Frau?“ oder „Ist Sex unter anderen Umständen eine Art Dreier?“

„Schicksalshafte Wende in meinem Leben“

Sämtliche Kurse im Vorfeld der Geburt hat Helmut zwar wahrgenommen, sich an das Gelernte aber nicht gehalten: „Als es so weit war, hab ich nur darauf gehört, was die Hebamme gesagt hat.“

Das Ergebnis ist in jedem Fall ein gelungenes und vergöttertes: Tristan – wegen Brad Pitt („Tristan Ludlow“ in „Legenden der Leidenschaft“) und nicht wegen Richard Wagners „Tristan & Isolde“ – wird im August vier, in etwa zur selben Zeit wird Schwesterchen Tilda erwartet. Im Landesklinikum Mödling.

Birgit, Helmut und Tristan leben aktuell in Achau, Helmut absolviert sein Studium an der FH St. Pölten mit dem Ziel, Physiotherapeut zu werden. Alles in allem war „das unerwartete Kennenlernen Birgits eine schicksalshafte Wende in meinem Leben“.

Dass es ein weiteres Buch anlässlich der Geburt von Tilda geben wird, ist auszuschließen: „Sicher nicht“, schmunzelt Helmut. Birgit kann sich aber vorstellen, Starwars-like zu agieren und eine „Wie alles begann“-Story nachzulegen.

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