Gelebte Ökumene in der Kirche "St. Josef" in Mödling

Katholiken, Evangelische und Orthodoxe feiern ab sofort in der Kirche "St. Josef" am Hyrtlplatz in Mödling. Österreichweit ein einzigartiges ökumenisches Projekt dreier christlicher Konfessionen.

Christoph Dworak
Christoph Dworak Erstellt am 17. September 2021 | 11:45
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Die St. Josefs-Kirche wird künftig von drei christlichen Konfessionen im Geiste der Ökumene gemeinschaftlich genützt: Dragan Proksch, Markus Lintner, Sladjan Vasic, Adolf Valenta und Stadtchef Hans Stefan Hintner.
Foto: Dworak

Der katholische Pfarrer Adolf Valenta, der evangelische Pfarrer Markus Lintner sowie der orthodoxe Pfarrer Sladjan Vasic, der bereits den ersten universal-orthodoxen Gottesdienst in der St. Josefs-Kirche gefeiert hat, werden die Kirche künftig gemeinsam nützen. Für Bürgermeister Hans Stefan Hintner, ÖVP,  „ein wunderbares Zeichen der christlichen Verständigung und der gelebten Ökumene". Die Stadt Mödling hat das Patronat über diese Kirche und viel Geld in die Renovierung und vor allem die Restaurierung der Orgel investiert. 

Vasic, der bislang Gottesdienste in Traiskirchen gefeiert hat, hält es mit einem Satz des christlichen Schriftstellers Tertullian: „Ein Christ ist kein Christ.“ Damit wurde bereits am Beginn des dritten Jahrhunderts zum Ausdruck gebracht, dass man "nicht allein, sondern nur in Gemeinschaft Christ sein kann". 

Evangelische Termine in der St. Josefs-Kirche waren bislang schon gang und gäbe, katholische eher nicht: "Wir hatten nur Anfragen für Taufen und Hochzeiten", berichtet Valenta. 

Dragan Proksch, stellvertretender Obmann der ÖVP Altstadt & Vorderbrühl/Klausen sowie Mitglied der orthodoxen Gemeinde, hat den Kontakt von Pfarrer Sladjan Vasic zur Stadt Mödling hergestellt und so den Anstoß für die Übersiedlung in die St. Josefskirche gegeben.