Freude am Musizieren

Erstellt am 15. Dezember 2010 | 10:20
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ENSEMBLE WIEN KLANG / Perchtoldsdorfer Philharmoniker Daniel Ottensamer brillierte beim Klarinettenkonzert von Spohr.

VON HANS BOEGER

PERCHTOLDSDORF /  Innerhalb einer Woche gastierte mit dem „Ensemble Wien Klang“ das zweite hochkarätige Orchester in der Burg. Bestehend aus Musikstudenten und Orchestermusikern, zeigte es unter seinem Chefdirigenten Azis Sadikovic seine Stärken, wie Schwung und jugendliche Energie. Der inzwischen zu einem Symphonieorchester (mit zumindest diesmal hohem Frauenanteil) angewachsene Klangkörper hat sich in der Zwischenzeit ein umfangreiches Repertoire angeeignet und arbeitet mit namhaften Solisten zusammen. Ein solcher gastierte mit dem Perchtoldsdorfer Daniel Ottensamer, seit 2009 Soloklarinettist bei den Philharmonikern. Er war Solist bei Spohrs Klarinettenkonzert Nr. 4 e-Moll, das alle Möglichkeiten dieses Instruments ausschöpft. Ottensamers virtuoses Spiel ist auch mit geballter Körpersprache gepaart – die einzelnen Sequenzen dadurch noch zusätzlich interpretiert. Die Einleitung dazu war Beethovens Corolian-Ouvertüre in c-Moll und der Schlusspunkt dessen viel gespielte Symphonie Nr. 5, die durch ihr markantes Einleitungsthema („Pam-pam-pam-paaam“) auch jenen, die mit klassischer Musik sonst nicht viel am Hut haben, bekannt ist. Der Dirigent leitete das Orchester sicher über alle Klippen.