Guntramsdorf

Erstellt am 15. Juni 2018, 03:28

von Andrea Rogy

"Derzeit nicht prioritär": Spange, bitte warten. Für das Land NÖ ist Verbindung zwischen der Bundesstraße 17 und der Südautobahn „derzeit nicht prioritär“.

Symbolbild  |  Shutterstock.com, Dmitry Kalinovsky

Die Bürgermeister von Mödling, Guntramsdorf, Biedermannsdorf und Laxenburg haben gemeinsam ihre Forderung nach einer direkten Verbindung zwischen Triester Straße und Südautobahn beim Land NÖ und der Autobahn-Finanzierungsgesellschaft ASFINAG deponiert. Die Politik propagiert mit der „Spange Guntramsdorf“ in Höhe des Badener Spitzes eine seit vielen Jahren diskutierte Lösung, die eine Entlastung für die Ortszentren bringen soll.

73,3 Prozent stimmten für den Ausbau der Öffis

Die Bevölkerung scheint noch nicht ganz überzeugt: Die Teilnehmer der Online-Umfrage auf nön.at wollen zu 73,3 Prozent das Geld lieber in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs investiert sehen, 21,1 Prozent begrüßen die Spange, 5,6 Prozent plädieren dafür, alles so zu belassen, wie es derzeit ist.

Beim Land hat die Verbindungsstraße zwischen der B17 und der A2 derzeit keine Priorität. Straßenbaudirektor Josef Decker stellt im Gespräch mit der NÖN klar: „Zur Zeit ist für uns der zweite Teil des Umbaus der Anschlussstelle Wiener Neudorf das vorrangigste Projekt auf der A2 zwischen Mödling und Traiskirchen.“ Im Zuge des Umbaus der Autobahnauffahrt werde die Einbindung der B 11 in die Südautobahn bei Wiener Neudorf niveaufrei gestaltet. Der zweite Teilabschnitt habe „derzeit Prioritätsstufe 1“.

Seitens der ASFINAG wird betont, dass „uns die Anliegen der Region bekannt sind und wir sie ernst nehmen“. Grundsätzlich sei die Spange ein Landesprojekt, sobald die Detailplanungen starten, werde die ASFINAG das Projekt gemeinsam entwickeln.

Mödlings Bürgermeister Hans Stefan Hintner, ÖVP, bleibt bei seiner Offensive: „Die Spange ist Bestandteil des Landesverkehrskonzepts und beschlossen worden. Wir alle sind von den Auswirkungen des starken Verkehrs auf der B17 betroffen.“