Die Druckfabrik der Zukunft. Studenten der TU Wien haben sich Gedanken über Nutzung des Areals in Guntramsdorf gemacht.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 14. April 2021 (03:23)
Die Druckfabrik nach einer Idee von Hannah Wolff-Plottegg,
TU Wien

Für die Bundeshauptstadt Wien und das Umland ist es von Vorteil, wenn Gemeinden und Institutionen über die Grenzen hinweg kooperieren. Das „Stadt-Umland-Management“ (SUM) kümmert sich seit Jahren über entsprechende regionale Abstimmungen: Andreas Hacker ist als SUM-Manager für den Süden (Industrieviertel) zuständig, Renate Zuckerstätter um den Norden der SUM-Region.

Einmal jährlich gibt es eine SUM-Konferenz, die aktuell „Raum und Räume – Arbeiten in der Stadtregion“ zum Thema hatte. Die Ergebnisse der „Webinare“ und Lehrveranstaltungen wurden im Rahmen einer Abschlussveranstaltung per Zoom präsentiert.

Neben Traiskirchen („Green Economy“), Himberg („Connect it“) und Schwechat („Postwachstums-Agenda 2050“) stand auch die „Druckfabrik“ im Mittelpunkt: Hannah Wolff-Plottegg, Larissa Hollub und Lukas Bast, Studenten der TU Wien – Institut für Raumplanung, haben Überlegungen angestellt, wie man das Areal „nachbarschaftlich“ nutzen könnte (Makers Neighbourhoods“). Hacker hat die Locations vorgeschlagen, zumal sie „städtebaulich sehr spannend sind“ und es nie verkehrt sei, „alte Gebäude zu beleben“.

Für Bast ist die Druckfabrik ein Beispiel dafür, was man aus der Pandemie gelernt hat: „Hier gibt es Arbeitsplätze der Zukunft. Sie liegen im Ort, man muss nicht nach Wien fahren, spart CO 2 , Benzin, Geld und Zeit. Und die Gemeinde wird so nicht nur zur reinen Schlafstätte.“ Geht es nach dem Studenten-Trio, wird die Druckfabrik künftig ein Fixbestandteil für alle Guntramsdorferinnen und Guntramsdorfer werden: umweltfreundliche Betriebe, Coworking-Arbeitsplätze, Verkauf lokaler Produkte, Lastenrad-Verleih, Café, Start-ups und eine Veranstaltungshalle. All das könnte in Verbindung mit dem Rathaus-Viertel und dem Schulzentrum zu einer belebenden Guntramsdorfer Achse werden.

Liegenschaft mit viel Potenzial

Bürgermeister Robert Weber, SPÖ, sprach auch in seiner Funktion als Geschäftsführer der „Marktgemeinde Guntramsdorf Betriebs u. Liegenschaftsges.m.b.H. & Co KG“ von einem „spannenden Prozess. Die Druckfabrik liegt mitten im Ortskern, hat viel Potenzial“.

Die Auslastung sei bereits „erfreulich hoch, worum es uns geht, ist, wie wir die Zukunft gestalten können“. Denn eines ist absehbar: „Die Gemäuer sind alt, die Nutzungsdauer nähert sich dem Ende.“ Man müsse schauen, wie die Druckfabrik zukunftsfit gestaltet werden kann. Und dazu seien die Ideen der Studenten wertvolle Basis, wie „das Miteinander in der Druckfabrik funktionieren kann“, betonte Weber.

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