Mödling-Einfahrt bei Mega-Bauvorhaben 3 Monate zu. Die Verbreiterung des Südbahn-Durchstichs wird für Autofahrer zur Herausforderung.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 21. März 2019 (04:46)

Fast 8.000 Fahrzeuge nützen täglich die Landesstraße 2087 – die Viaduktstraße, um von Guntramsdorf (B17) in die Bezirkshauptstadt (Guntramsdorfer Straße) zu kommen. Und umgekehrt.

Diese Verbindung wird ab 6. Mai nächtens (21 bis 5 Uhr) gekappt, von 28. Juni bis 28. September dann gänzlich: das Nadelöhr, die enge und niedrige Südbahn-Unterführung wird verbreitert, mit einem Geh- und Radweg versehen und technisch entsprechend modernisiert – die NÖN berichteten mehrmals.

Das seit Jahren anhängige umfangreiche Bauvorhaben war Thema einer Infoveranstaltung in der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Mödling. Unter anderem standen Mödlings Vizebürgermeister Gerhard Wannenmacher, Grüne, Baudirektor Werner Deringer, Johannes Pflaum von Kosaplaner und Helmut Salat, Leiter der Straßenbauabteilung Tulln, als Gesprächspartner zur Verfügung. Das Interesse der Bevölkerung war enorm.

"Machen eine Verbindung für Lkw auf"

Zum Projekt gehört auch die Neugestaltung der Guntramsdorfer Straße von der Weißes Kreuz-Gasse bis zur Südbahn, die am 1. April mit der Adaptierung des Friedhofparkplatzes beginnt. Der Geh- und Radweg wird auf der Seite der Wirtschaftskammer errichtet, die Querung auf die südliche Seite der Straße erfolgt unmittelbar vor dem Tunnel.

Das Vorhaben ist selbst für Salat, er hat bereits Riesen-Projekte wie die A2-Verbreiterung im Bereich Knoten Vösendorf geleitet, „sehr spannend“. Denn das neue Tragwerk wird im Freien aufgebaut und dann eingeschoben. All das bei minutiöser Planung bzw. Sperre des Südbahn-Verkehrs.

Die größten Bedenken äußerten Bürger bezüglich der dann komfortablen Durchfahrtsmöglichkeit: 7 Meter Fahrbahn, 3,60 Meter Geh- und Radweg, 4,50 Meter durchgängige Höhe. „Damit machen wir eine Verbindung für Lkw auf“, war der mehrheitliche Tenor nach Ansicht der Pläne.

Wannenmacher versuchte zu beruhigen. Er sei bereits mit den Verkehrssachverständigen der Bezirkshauptmannschaft Mödling in Kontakt. Es bahne sich eine „sehr gute Lösung an. Ein flächendeckendes Lkw-Fahrverbot im gesamten Dreieck zwischen B17/Viaduktstraße – A2 – A21/Hinterbrühl“, merkte Wannenmacher an. Damit würden die vielen unterschiedlichen Lkw-Beschränkungen der Vergangenheit angehören, in Mödling, Hinterbrühl, Maria Enzersdorf, Brunn am Gebirge, Perchtoldsdorf könnte der Schilderwald durchforstet und vereinheitlicht werden. „Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung“, ist Wannenmacher zuversichtlich.

www.moedling.at/guntramsdorferstrasse