Punktesystem für Wohnungsvergabe. Gemeinderat beschließt transparentes Reihungssystem bei Mietwohnungen.

Von Andrea Rogy. Erstellt am 26. April 2019 (05:20)
SPÖ
Für Vizebürgermeister Nikolaus Brenner, SPÖ, ist das neue Punktesystem der größte gemeinsame Nenner für die Neuregelung der Wohnungsvergabe.

Der Gemeinderat hat die Richtlinien für die Vergabe von Wohnungen, die von der Gemeinde vermietet werden, auf neue Beine gestellt. Im zuständigen Ausschuss wurden ein Punktesystem und ein neuer Bewerbungsbogen entwickelt. Das neue System tritt mit 1. September in Kraft.

Alle Personen, die sich bislang um eine Gemeindewohnung beworben haben, werden schriftlich über die neuen Bedingungen informiert und müssen mit dem überarbeiteten Formular ihr Ansuchen erneuern.

Vizebürgermeister Nikolaus Brenner, SPÖ, der Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Wohnungsvergabe, räumt ein, dass es bei der Vergabe von Wohnungen immer wieder Unzufriedenheit gab: „Wir haben viel mehr Wohnungswerber, als zur Verfügung stehende Wohnungen. Weil es bislang keine schriftlichten Richtlinien gab, wurde immer wieder Parteilichkeit bei der Vergabe unterstellt. Der neue Vergabeprozess garantiert auch nach außen hin maximale Transparenz.“

Bewerben können sich volljährige Personen mit Hauptwohnsitz in Guntramsdorf oder mit besonderem Naheverhältnis zum Ort. Das Familieneinkommen darf die Obergrenze gemäß den NÖ Wohnungsförderungsrichtlinien nicht überschreiten.

Freie Wohnungen werden grundsätzlich nach einer Dringlichkeitsreihung vergeben. Akute Wohnungslosigkeit wird dabei ebenso berücksichtigt wie gesundheitliche Gründe, die Anzahl der Kinder oder eine ehrenamtliche Mitarbeit in Vereinen. Genossenschaftwohnungen sind von der Neuerung nicht betroffen.

NEOS-Mandatar Florian Streb, der eine Neuregelung angeregt hatte, zeigt sich zufrieden: „Falls sich jemand bei der Vergabe übergangen fühlt, kann man nun Fakten auf den Tisch legen.“