Anrainer übt Kritik an Bauprojekt. Christian Huber wehrt sich in einem Brief an den Ortschef gegen Bauvorhaben im Ort. Eines entsteht neben seiner Praxis.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 11. Dezember 2019 (05:16)
Der möglicher Aufreger-Grund: direkt angrenzend an Hubers Anwesen sollen vier Wohneinheiten entstehen.
Schätzle-Edelbauer

Mit deftiger Diktion wendet sich der Hinterbrühler Christian Huber in einem offenen Brief an Bürgermeister Erich Moser, ÖVP. Er wirft ihm darin vor, zuzulassen, dass der Ort durch die Verbauung von Grundstücken zubetoniert wird.

In dem Schreiben, das auch der NÖN vorliegt, heißt es unter anderem: „Sie, Herr Bürgermeister, haben die Chance, die Hinterbrühl ihren Nachkommen nachhaltig zu übergeben oder sie noch weiter zuzubetonieren. Sie können als Betonbürgermeister oder als Bürgermeister für Lebensqualität und Gründlandsicherung in die Annalen eingehen. So oder so. Wir, die wir hier in unserem schönen Ort leben, werden nicht tatenlos zusehen, sollten Sie weiterhin grünes Licht der Betonierung und Versiegelung unseres Ortes aus welchen Motiven auch immer Ihre willfährige Zustimmung geben.“

„Sie Herr Bürgermeister, haben die Chance, die Hinterbrühl ihren Nachkommen nachhaltig zu übergeben oder sie noch weiter zuzubetonieren.“Christian Huber

Für Bürgermeister Erich Moser, ÖVP, sind derartige Vorwürfe völlig aus der Luft gegriffen: „Der Ton ist völlig fehl am Platz, zudem hat die Marktgemeinde Hinterbrühl eine der strengsten Bebauungsvorschriften, ein Baugrundstück muss mindestens 1.000 Quadratmeter groß sein und darf je nachdem nur zu 20, maximal 30 Prozent verbaut werden.“

Sehr wohl habe die Gemeindeführung die Lebensqualität ihrer Bürger im Fokus.

Doch der Ortschef erinnert daran: „Und wenn, so wie auf dem Nachbargrundstück von Hubers Praxis, ein Bauträger auf Privatgrund zwei Doppelhäuser hinstellt, so ist das nach dem Gesetz und der Bauordnung zu beurteilen und nicht nach Privatinteressen.“ Denn der Dorn im Auge von Huber dürfte eben dieses Projekt Ecke Regenhartstraße/Parkstraße sein.

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