Supermarkt-Neubau: Der Bescheid ist negativ. Freuen dürfen sich nun vorerst die Gegner der geplanten neuen BILLA-Filiale an der Johannesstraße: Die Bezirkshauptmannschaft Mödling weist Antrag ab.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 29. Juli 2021 (04:42)
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Negativer Bescheid für die Bebauung dieses Grundstückes mit einem Supermarkt.
Schätzle, Schätzle

Widerstand regte sich in der Bevölkerung, seit bekannt ist, dass der REWE-Konzern an der Ecke Johannesstraße/Mannlichergasse die Errichtung einer weiteren Filiale plant.

Die Verbauung des Grünareals wurde ebenso als Argument ins Treffen geführt, wie das bestehenden Filialnetz, mögliche Gipsvorkommen auf beziehungsweise unter dem Gelände und die Befürchtung, dass der BILLA im Ortszentrum auf längere Sicht gesehen geschlossen werden könnte.

Eine Bürgerinitiative um Architekt Peter Klein macht sich seit geraumer Zeit gegen das Projekt stark. Er hat mehrfach beim REWE-Konzern vorgesprochen. Das Sammeln von Unterschriften mit dem Ziel, eine Volksbefragung durchzuführen, ist projektiert.

Nun hat sich das Blatt aber vorerst einmal gewendet. Die Bezirkshauptmannschaft Mödling, die das Ansuchen behandelt, hat einen abweisenden Bescheid erlassen und dafür Raumordnungsgründe geltend gemacht. Bezirkshauptmann-Stellvertreter Elmar Seiler erläutert: „Die Voraussetzungen des Raumordnungsgesetzes § 18 sind nicht gegeben.“ Es mangle an der Notwendigkeit der „Wohnbebauung im direkten Umfeld“. Gegen den Bescheid sei natürlich eine Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht möglich, ergänzte Seiler.

„Unser Initiativantrag ist im Laufen, die Formulare werden diese Woche an die Haushalte verteilt“, bestätigt Peter Klein, „solange für REWE die Erweiterung der Filiale im Ortszentrum nur Plan B ist und ich diesbezüglich nichts Gegenteiliges höre, bleiben wir dabei.“

Das Statement des REWE-Konzerns ist noch ausständig.