Biedermannsdorfer Pfarrer ist Ehrenbürger. Besondere Überraschung für Pfarrer Bernhard Mucha nach der Sonntagsmesse: die Ehrenbürgerschaft.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 13. Juli 2020 (04:55)
Bürgermeisterin Beatrix Dalos und Vizebürgermeister Josef Spazierer mit dem „jüngsten Ehrenbürger“ Pfarrer Bernhard Mucha.
Zellner

Bernhard Mucha, Seelsorger von Biedermannsdorf, erinnert sich zurück: „Am 3. Dezember 2006 habe ich in der Pfarrkirche der Gemeinde zum ersten Mal die Messe gelesen. Dann wurde ich Pfarrprovisor, am 1. September 2007 bin ich in Biedermannsdorf offiziell Pfarrer geworden.“

Seit dem sind 14 Jahre vergangen, wie sehr er von seiner Pfarrgemeinde geschätzt wird, das offenbarte sich am Sonntag. Mucha schmunzelt: „Ich habe geahnt, dass etwas in Vorbereitung ist, ich weiß, dass man mich überraschen wollte, aber es ist dann doch etwas durchgesickert. Eigentlich freut mich das sogar, denn wenn ich von dem allen gar nichts gewusst hätte, dann wäre es für mich doch sehr emotional geworden.“

Hinter den Kulissen wurde schon länger an der Ehrenbürgerschaft gearbeitet. Die Weichen dazu wurden in der Gemeinderatssitzung gestellt, alle Gemeinderäte sprachen sich einstimmig dafür aus, Mucha zum Ehrenbürger zu ernennen.

„Die Ehrenbürgerschaft ist die höchste Ehre, die die Gemeinde zu vergeben hat. Als in der Kirche gesagt wurde, dass der Beschluss dazu einstimmig gefasst wurde, gab es von der Pfarrgemeinde Standing Ovations. Das hat bei mir schon Gänsehautfeeling ausgelöst“, gab Mucha zu.

Jüngster Ehrenbürger der Ortsgeschichte

Bürgermeisterin Beatrix Dalos, ÖVP, ist der Meinung: „Es wird Zeit für einen jungen Neuzugang bei unseren Ehrenbürgern. Dafür ist unser Pfarrer der ideale Kandidat“. Biedermannsdorf verfügt im Moment nur über einen lebenden Ehrenbürger, den ehemaligen Pfarrer Bonifatius Schütte, „mein Vorvorgänger“, weiß Mucha. Doch dieser lebt in Tattendorf, in Biedermannsdorf hält Mucha im Moment alleine als Ehrenbürger die Stellung.

Während Schütte mit 65 in Pension ging, verspricht Mucha, der am 2. Juli dieses Wiegenfest feierte, für die Biedermannsdorfer „noch lange in Amt und Würden zu bleiben“.

Am 27. Juni feierte Mucha ein weiteres Jubiläum, „meinen 40. Weihetag, mein Rubin-Priesterjubiläum“.