Mödlinger Sommerproduktion: Fast wie Jedermann. Theater in der Schöffelstadt: Erstmals wird im Rahmen des Kultursommers von Bruno Max der Hyrtlplatz bespielt.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 16. Juni 2021 (05:55)
Einer für alle, alle für einen: Bürgermeister Hans Stefan Hintner, Intendant Bruno Max und Kulturstadtrat Stephan Schimanowa freuen sich, mit „Drei Musketiere“ nun auch Kultur in der Schöffelstadt bieten zu können.
Garaus, Garaus

„Wir wollen dem Publikum in diesem Sommer noch etwas ganz Besonderes bieten, und das können wir hier am Hyrtlplatz in einem noch viel größeren Rahmen als im Stadttheater“, kommentiert Stadttheater-Intendant Bruno Max sein Vorhaben, vor der Kulisse der Modeschule die Abenteuer von D’Artagnan, Aramis, Porthos Athos zu inszenieren.

Der Regie und dem 19-köpfigen Ensemble stehen dafür die imposante Fassade, eine mehr als 14 mal 5 Meter große Kernbühne, Rampen, Türme und Fenster zur Verfügung: „Damit haben wir Jedermann-Dimensionen.“ Besonders freut sich Max, Theater in diesem „kulturell schwächer versorgten Teil der Stadt“ zu spielen.

In seine Inszenierung der ebenso abenteuerlichen wie spektakulären Geschichte integriert er die Geschichte der „Drei Musketiere“ und den zweiten Band, der die Situation 20 Jahre danach schildert, „daraus entsteht unsere sommertheatertaugliche und hochkarätig besetzte Hauptgeschichte.“

Romantisch, martialisch- und augenzwinkernd zugleich erzählen Angelo Konzett (D’Artagnan), Tony Matzl (Aramis), Johannes Sautner (Porthos) und Regis Mainka (Athos) die Geschichte um die Machenschaften rund um den Königshof. Als Ludwig, XIII. ist Randolf Destaller zu sehen, als Kardinal Hermann Kogler, als Rochefort Christoph Prückner und als Milady Eszter Holosi.

Max baut auch die Vorgeschichte ein: „Wir steigen in die Kindheit D’Artagnans ein und zeigen auch Milady’s Jugend, wie sie von der Nonne zur Top-Spionin wird.“

Herausforderung und Highlight zugleich sind die temporeichen Fechtszenen. Hier konnte Giovanni Lottspeich, Cheftrainer der Mödlinger Fechtunion, gewonnen werden. „Er war Fechtmeister am Volkstheater und ist Schauspieler, besser geht’s nicht“, jubelt Max.

Das Stück hat am 17. Juli Premiere und ist bis 1. August zu sehen. Drei Ersatztermine für regenbedingte Ausfälle sind angedacht.

Dennoch entfällt der Bunker nicht – ab 15. August ist dort die Wiederaufnahme von „Utopia“ zu sehen.

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