Soziales Einkaufen in Gumpoldskirchen. Eduard Taufratzhofer zieht positive Bilanz der Spendenaktion „Kilo“ in der Fastenzeit und dankt allen Einkäufern.

Von Andrea Rogy. Erstellt am 09. Mai 2021 (03:23)
Diakon Eduard Taufratzhofer freut sich über 250 kg haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel, die während der Fastenzeit zugunsten des Le+O-Marktes in Mödling in der Kirche abgegeben wurden.
privat, privat

Seit vier Jahren organisiert Eduard Taufratzhofer, der in der Pfarre ehrenamtlich als Diakon tätig ist, die Sammelaktion „Kilo“ zugunsten des Le+O-Marktes der Caritas bei der Othmarkirche in Mödling.

„Wir sammeln in der Fastenzeit haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel für Menschen in Not“, erklärt der gelernte Lebensmittelchemiker. Über den Sozialmarkt können sich Menschen aus armutsbetroffenen Haushalten aus dem Bezirk Mödling einmal pro Woche günstig Lebensmittel und andere Güter des täglichen Bedarfes abholen.

Von Aschermittwoch bis Palmsonntag stand in der Kirche eine Klappbox bereit, in der die gespendeten Artikel abgegeben werden konnten. „Unsere Kirche ist immer offen, die Menschen hatten die gesamte Fastenzeit, also 40 Tage lang Zeit, ihre Spenden abzugeben“, erklärt Taufratzhofer: 250 Kilo Artikel wurden abgegeben.

Auch Firmlinge sind mit dabei

Gesammelt werden bei der Aktion vor allem jene Güter, die von den Supermärkten nicht gespendet werden. Üblicherweise sind auch die Firmlinge in das Sozialprojekt involviert: „Die Jugendlichen gehen in Begleitung eines Erwachsenen zu den Supermärkten und versuchen, die Menschen direkt beim Einkaufen dazu zu motivieren, ein paar Artikel mehr zu erwerben und diese zu spenden“, erklärt der Diakon. Die Oster-Sammlung sei wichtiger Teil des karitativen Pfarr-Programmes: „Ich sehe es als unsere Aufgabe, solidarisch zu sein und für einen Gerechtigkeits-Ausgleich zu sorgen.“

Obwohl Mödling ein reicher Bezirk sei, dürften die Menschen vor Ort nicht vergessen werden. „Viele Leute hier brauchen unsere Hilfe. Der Le+O-Markt ist ein gutes Angebot um rasch Unterstützung zu bekommen, wenn man sie braucht“, beschreibt Taufratzhofer seinen Antrieb zur Mitarbeit an dem sozialen Hilfsprojekt.