Region Mödling: A21-Lärm bleibt Thema. Die Autobahn-Anrainergemeinden sehen Handlungsbedarf, vor allem, was die Erneuerung der Lärmschutzwände betrifft. Auch Section-Control steht in Diskussion.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. Mai 2021 (03:22)
Die NEOS-Mandatare Chris Schmitzer (l.) und Tony Platt fordern verbesserten Lärmschutzmaß entlang der A 21.
NEOS, NEOS

Die NEOS in Brunn am Gebirge und Perchtoldsdorf forderten anlässlich des internationalen „Tag des Lärmes“ (28. April) konkrete Maßnahmen zum Lärmschutz in ihren Orten. Verkehrssprecher Tony Platt aus Perchtoldsdorf spricht von „5.000 Perchtoldsdorferinnen und Perchtoldsdorfern, die direkt vom Lärm auf der A 21 betroffen sind. Die bisher geplanten und umgesetzten Maßnahmen reichen nicht aus, um den Lärmpegel auf ein erträgliches Maß zu senken“.

Für Bürgermeister-Stellvertreter Christian Schmitzer aus Brunn am Gebirge stehen Forderungen wie eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Lkw auf 60 km/h, eine Section Control zwischen Gießhübl und dem Knoten Vösendorf und eine verstärkte Zusammenarbeit der Gemeinden für die Umsetzung von gemeindeübergreifenden Lärmschutzmaßnahmen“ auf der To-do-Liste ganz oben. Perchtoldsdorfs Bürgermeister Martin Schuster, ÖVP, der auch als Landtagsabgeordneter seit Jahren mit Vertretern aus Brunn am Gebirge, Gießhübl und Hinterbrühl aktiv ist, schüttelt den Kopf: „NEOS sind zeitlich gesehen, sehr weit hinten nach. Themen wie Einhausung liegen seit Langem auf dem Tisch“, realistischer halte Schuster die Installation einer Section Control-Anlage. Ebenfalls Schwerpunkt bleibe die Erneuerung der Lärmschutzwände, die laut Gutachten „teilweise schon sehr desolat sind“. Alles in allem spricht Schuster aus Erfahrung: „Was Lärmschutzmaßnahmen entlang der A 21 betrifft, ist das ein Bohren sehr dicker Bretter.“

ASFINAG: Sanierung frühestens in fünf Jahren

Aus Sicht der ASFINAG „entspricht der Zustand der bestehenden Lärmschutzwände den notwendigen Erfordernissen. Eine Sanierung ist derzeit für die nächsten fünf bis sieben Jahre geplant“, hat Pressesprecherin Alexandra Vucsina-Valla keine guten Nachrichten parat.

„Von unserer Seite werden dazu im Vorfeld die notwendigen Untersuchungen über die Möglichkeiten der Verbesserung gemäß unseren gesetzlichen Vorgaben erfolgen. In diesen Überlegungen können auch Einhausungen berücksichtigt werden, dabei wäre auch die Frage zu klären, wer die Kosten trägt.“ Section Control-Anlagen werden durch die Behörde verordnet, derzeit sei in diesem Bereich keine derartige Anlage geplant. In Spitzenzeiten sind im A 21-Abschnitt Vösendorf bis Brunn täglich 100.000 Fahrzeuge unterwegs.