Mödling

Erstellt am 14. Juli 2018, 04:05

von NÖN Redaktion

Denkmal-Enthüllung: Büste aus 3D-Drucker. „Waisenanstalt“-Verein ehrte den letzten Ministerpräsidenten Kaiser Franz Josefs mit „hausgemachter“ Büste.

Harald Lowatschek, Ferdinand Rubel, Christian Matzner, Werner Burg und Franz Soucek (v.l.) vor dem Koerber-Denkmal.  |  Garaus

Der Anatom Josef Hyrtl (1810 bis 1894) stiftete anlässlich seines Todes ein beträchtliches Vermögen, das zum Großteil in den Bau des Hyrtl’schen Waisenhauses in der Wiener Straße floss. Josef Schöffel (1832 bis 1910) galt als „Retter des Wienerwaldes“ und war auch Bürgermeister in Mödling. Schon traditionell gedachte der Verein der „Hyrtl’schen Waisenanstalt“ den beiden mit einer Kranzniederlegung beim Hyrtl-Denkmal.

Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten statt heuer aber Ernest von Koerber. Der letzte Ministerpräsident unter Kaiser Franz Josef unterfertigte ein Gesetz, das 300 Plätze in der Hyrtl’schen Waisenanstalt Mödling finanzierte. Das Denkmal steht nun im Hyrtl-Park gegenüber der „Bachstub’n“ mit Blick auf das Waisenhaus.

Vereinsobmann Werner Burg, ehemaliger SP-Bürgermeister der Bezirkshauptstadt, bedankte sich „bei allen Beteiligten, die es möglich gemacht hatten, dass das Denkmal auf dem neuen Standort mit neuer Büste steht“, über den historischen Hintergrund Koerbers referierte Christian Matzner vom Museumsverein. Seine Recherchen waren so umfangreich, dass er auch gleich ein Buch über Ernest von Koerber geschrieben hatte.