Facelifting am Bahnhofsplatz. Niederösterreichs größter Wohnbauträger gestaltet die Konzernzentrale in Mödling um sieben Millionen Euro völlig neu.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 21. Oktober 2020 (05:24)
So präsentiert sich das neue Bürohaus der WETgruppe ab 2022. Mit Grünfassade, neuem Kundenzentrum und modernem, umweltfreundlichem Outfit.
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Mit über 23.000 Wohneinheiten, 70 Millionen Euro Bauvolumen jährlich und rund 1.000 in Bau befindlichen Wohneinheiten pro Jahr ist die WETgruppe der größte gemeinnützige Bauträger in Niederösterreich. Und seit Jahren ein echter Mödlinger Betrieb mit Konzernsitz am Bahnhofplatz. Schon vor Jahren war angedacht, am Standort zu expandieren und im Bereich der Grünfläche ein zweites Gebäude zu errichten. Quasi als Entree zum Bahnhofplatz.

Das (Gesamt-)Projekt ist 2014 gescheitert, die WETgruppe hat das Vorhaben ad acta gelegt. Jetzt gibt’s doch Neuigkeiten über das Haus, das auf durchaus historischem Boden (Brauhof, Bezirkshauptmannschaft) steht: Das bestehende Bürogebäude der WETgruppe – mit 135 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Mödling – wird saniert und um ein modernes Servicezentrum (die Bauarbeiten in der ehemaligen SPAR-Filiale laufen bereits) erweitert.

Symbolischer Spatenstich für das Neubau-Projekt: Michael Kloibmüller, Hans Stefan Hintner, Christian Rädler und Vizebürgermeister Ferdinand Rubel, ehemaliger WET-Geschäftsführer. 
Dworak

Christian Rädler, Vorstand der WETgruppe, ist vor allem „froh, dass wir gemeinsam mit den Mitarbeitern und der Gemeinden eine Lösung gefunden haben und den Standort erhalten können. Wir investieren sieben Millionen Euro in den Umbau, weil wir an diesen Standort glauben. Wir haben vor, lange hier zu bleiben“.

Für Vorstandskollegen Michael Kloibmüller hat das Gebäude, „als ich vor zwei Jahren ins Unternehmen gekommen bin, alle Klischees gemeinnütziger Wohnbauträger erfüllt. Die, die günstiges Bauen betreffen. Wir liefern aber Qualität und werden künftig modern auftreten, ohne goldene Knöpfe“.

Spätestens im Frühjahr 2022 werde man über einen umweltfreundlichen, zweckmäßigen Bau verfügen, „den sich Kunden und Mitarbeiter verdienen“, ist Kloibmüller zuversichtlich.

Für Bürgermeister Hans Stefan Hintner, ÖVP, steht außer Zweifel. „Ihr habt 2340 auf der Visitenkarten stehen. Diese Postleitzahl alleine bürgt für Qualität.“ Er freut sich jedenfalls, dass Mödling ein großer Arbeitgeber – Stichwort: Kommunalsteuer – erhalten bleibt und geht von „einer architektonischen Aufwertung dieses Bahnhofplatz-Bereiches“ aus.

Die Planungen des Projekts hat mit Architekt Benedict Marginter fast ein Nachbar (Büro in der Gabrielerstraße 2) über, die Mitarbeiter haben auf Baudauer (Job-)Quartier im ehemaligen Rot-Kreuz-Gebäude in der Wiener Straße bezogen.

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