Mödling

Erstellt am 13. Juni 2018, 03:27

von Christoph Dworak

Jubiläen bei Knorr-Bremse: "Fühlen uns wohl“. Das Unternehmen in der Beethoven-Gasse feiert 50- und 100-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür.

Auch Manfred Reisner feiert Jubiläum. Er ist seit 10 Jahren Knorr-Bremse-Österreich-Geschäftsführer.  |  Knorr-Bremse

„Wir sind der größte industrielle Arbeitgeber der Stadt und schätzen den Standort sehr“, stellte Knorr-Bremse-Österreich-Geschäftsführer Manfred Reisner fest. Und das seit 100 Jahren. Damals hat die Firma Zelisko – sie gehört seit 1970 zum Knorr-Bremse-Konzern – in Mödling ihre Zelte aufgeschlagen. Seit einem halben Jahrhundert ist wiederum Knorr-Bremse untrennbar mit der Bezirkshauptstadt verbunden.

Beide Jubiläen werden am kommenden Freitag, 15. Juni, zwischen 11 und 17 Uhr in der Beethovengasse im Rahmen eines Tages der offenen Tür gefeiert.

Das weltweit tätige Unternehmen mit Sitz in München beschäftigt 28.000 Mitarbeiter, 1.000 in Österreich (davon etwa zwei Drittel in Mödling, ein Drittel in Kematen). Knorr-Bremse-Österreich hat sich voll und ganz auf die Schienenfahrzeuge spezialisiert, sämtliche Produkte gehen, was den Vertrieb betrifft, über Mödling. Zudem ist der Standort in der Beethovengasse Kompetenzzentrum für die Magnetschienenbremse, auch die Wirbelstrombremse wurde hier entwickelt.

Scheibenwischer keine Low-Tech-Produkte

Auch Scheibenwischer für Schienenfahrzeug seien „bei Gott keine Low-Tech-Produkte“, merkte Reisner an. Etwa 2.000 Scheiben-Wisch- & Waschsysteme werden jährlich gefertigt.

Zudem sei „der hohe Erfindergeist der Firma Zelisko untrennbar mit Mödling verflochten“, ergänzte Reisner. „Jeder zweite Bahnübergang in Österreich enthält einen Zelisko-Teil, LED-Signale in der ganzen Welt ebenso.“ 140.000 Zelisko-Messwandler werden pro Jahr produziert.

Unter anderem sind alle ÖBB-Postbusse mit Bordrechnern und Fahrscheindruckern aus dem Hause Zelisko ausgestattet.

Die Ziele des Unternehmens sind klar abgesteckt: „Wir wollen noch sichtbarer werden und zielgerichteter auf künftiges Personal zugehen.“ Zudem sollen Verwechslungen mit „Knorr“ aus der Lebensmittelbranche minimiert werden, hofft Reisner. Eine Expansion am Standort Mödling sei aus räumlichen Gründen nicht möglich, ein Absiedeln komme aber nicht infrage: „Wir fühlen uns sehr wohl hier“. Mit dem Tag der offenen Tür sei man bestrebt, „den Kunden und der Bevölkerung zu zeigen, was wir machen“.