Kirchenplatz im Parteien-Streit. Bürgerbefragung habe ergeben, dass sich Bevölkerung neues Ortszentrum wünscht.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 06. Dezember 2019 (04:08)
Die ÖVP will die Umgestaltung des Münchendorfer Kirchenplatzes so rasch wie möglich in Angriff nehmen.
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Für die ÖVP unter Parteiobfrau Doris Kirstorfer sind die Ergebnisse der Initiative „Machen wir mehr aus Münchendorf“ ein klarer Auftrag dafür, die Umgestaltung des Kirchenplatzes endlich anzugehen.

ÖVP-Parteiobfrau Doris Kirstorfer erklärt: „Wir haben offensichtlich mit unserer Initiative den Nerv getroffen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger fühlen sich zwar im Dorf wohl, wollen aber den Stillstand in der Entwicklung der Gemeinde nicht länger hinnehmen.“

Das betreffe vor allem „einen Schandfleck wie unseren Kirchenplatz oder den Zustand der im Gemeindeeigentum befindlichen alten Volksschule würde es beispielsweise in Biedermannsdorf nicht geben. Hier wird seit Jahren konsequent die kommunale Infrastruktur auf Vordermann gebracht. Nicht so bei uns, wo es zwar vor etwa zehn Jahren eine Präsentation mit einem Konzept zur Neugestaltung des Kirchenplatzes gab, die Pläne aber seither im Gemeindeamt verstauben“, ärgert sich Kirstorfer.

"Wir hätten auch gerne einen schönen Kirchenplatz ohne Autos"

Dass die Pläne bereits zehn Jahre alt sind, bestätigt auch Vizebürgermeisterin & Baureferentin Helga Reisenauer, SPÖ: „Wir hätten auch gerne einen schönen Kirchenplatz ohne Autos. Ich möchte nur daran erinnern, dass im Moment über das ganze Ortsgebiet im Zentrum eine Bausperre verhängt worden ist. Bevor an eine Platzumgestaltung zu denken ist, muss ich klären, wo dann die Autos parken. Die Menschen sind bequem, obwohl wir Parkplätze beim BILLA haben, wird doch lieber ein Parkplatz im Ortszentrum gesucht, wie auch der regelmäßig zugeparkte Kirchenplatz zeigt.“

Und Bürgermeister Josef Ehrenberger, SPÖ, bekräftig: „Solange nicht das um 120.000 Euro im Zuge der Bausperre beschlossene Ortskernbelebungskonzept fertig erstellt worden ist, brauche ich nicht zu den betroffenen Haushalten hingehen und mit dem Menschen reden. Sich in der jetzigen Phase auf den Kirchenplatz hinzustellen und zu sagen, wir machen was, ist schon eine Chuzpe.“ Und: „Wir brauchen für den Kirchenplatz rund eine Million Euro, es gibt Projekte, wie die Volksschule neu, die jetzt wichtiger sind.“