Brunnerin gelang die Flucht aus der Mega-Metropole. Brunnerin gelang dank Außenministerium und AUA gemeinsam mit der Schwester die sichere Rückkehr.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. April 2020 (05:56)
Geschafft: Ursel Hatzinger-Winkler und Schwester Bärbel sind dank Außenministerium und AUA sicher in Österreich gelandet.
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„Wir haben es geschafft, wir sind rechtzeitig hinausgekommen aus der Stadt, die niemals schläft, aber jetzt in Schockstarre verharrt.“ Ursel Hatzinger-Winkler, eine pensionierte Pädagogin aus Brunn am Gebirge, hat einmal mehr ihre Schwester, die seit fast einem halben Jahrhundert in New York lebt, ebendort besucht. In einem Schreiben an die NÖN schildert sie die dramatischen Tage und Stunden, die sie erlebt hat.

Sie habe zwar geahnt, dass die Reise – Antritt war vor Beginn der Restriktionen – „vielleicht keine sehr gute Idee ist, denn auch bei uns in Österreich zeichnete sich schon ab, was kommen wird, aber mein Hintergedanke war: Entweder, es gelingt mir, meine Schwester zu überreden, mit mir zum Heimkommen zu überreden, oder ich bleibe auch drüben“. Denn Bärbel habe „keine gesunde Lunge“.

Schon die Ankunft in der sonst pulsierenden Metropole war geisterhaft. „17 Uhr, Rushhour – wir waren fast allein auf der Straße“, schildert Hatzinger-Winkler. Dann startete die Brunnerin mit dem „Bearbeiten“ ihrer Schwester. Sie sei doch in Österreich viel besser aufgehoben, in der rot-weiß-roten Heimat hätten beide Damen „Krankenversicherung und optimale medizinische Versorgung“.

Steter Tropfen höhlt den Stein, atmete Hatziner-Winkler auf, aber „die Luft für ein Flugzeug nach Österreich wurde immer dünner, die Corona-Schlinge wurde immer enger“. Zwei Tickets mit United Airlines nach München wurden verweigert: Erlaubt waren nur Personen zwischen 18 und 64: „Ich konnte es nicht glauben, zum ersten Mal in meinem Leben wurde ich damit konfrontiert, zu alt zu sein“, war Hatzinger-Winkler verblüfft. Schlussendlich nahm sie Verbindung mit dem Außenministerium auf und hatte damit „den richtigen Schritt getan“.

Transfer nach Washington

So weit, so gut, wäre da nicht ein nächster Knackpunkt angestanden: der Flug ging aus Washington. Zum Glück klappte es mit dem Auto-Transfer. Zuvor musste aber „Bärbels Haushalt vermutlich für Monate stillgelegt werden. Bankgeschäfte vorbereiten, Onlinebanking einrichten, den vollgestopften Eiskasten leeren, ...“

Schlussendlich schaffte es das Duo in die Hauptstadt. „Einmal am Flughafen, lief alles total auf Schiene ab. Es war alles perfekt vorbereitet, man wurde schon an der Türe zum Flughafen nett und höflich empfangen und überall durchgeschleust. Nach zehn Minuten hatten wir ein richtiges Ticket in der Hand. Danke Außenministerium, danke AUA!“ Die 14 Tage Quarantäne hat das Duo „mit links gemacht. Zu Hause ist es doch am schönsten. Und wenn wir jetzt die Bilder aus New York sehen, ist auch meine Schwester wirklich glücklich, hier zu sein“.

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