Diskussion beginnt: Pickerl im Anmarsch. Liesings Bezirksvorsteher Gerald Bischof denkt an gebührenpflichtige Teilzeit-Lösung, Perchtoldsdorf muss reagieren.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 10. März 2019 (04:05)
Shutterstock/Anton Balazh
Die Parkplatzsituation rund um die Öffi-Hotspots ist prekär.

Die Marktgemeinde steht Gewehr bei Fuß. Denn im angrenzenden 23. Wiener Gemeindebezirk könnte die Einführung eines Parkpickerls bevorstehen. Bezirksvorsteher Gerald Bischof, SP, sind wegen vieler Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern die vielen Pendler ein Dorn im Auge, die Gratis-Parkraum vor den S- und U-Bahnstationen belegen. Zudem werden die Stellplätze an der Grenze zu den Parkpickerl-Bezirken Favoriten, Simmering und Meidling immer rarer.

Bischof denkt laut über eine Teilzeit-Lösung nach. Das Parken soll zwischen 9 und 14 Uhr gebührenpflichtig werden. Damit wiederum ist Perchtoldsdorfs Bürgermeister Martin Schuster, ÖVP, gefordert, zumal ein Verdrängungseffekt über die Landesgrenze ins Haus steht. „Wir beobachten die Situation natürlich schon seit Längerem“, betont der Ortschef. „Bis Sommer werden wir untersuchen, wie wir im Falle eines Parkpickerls in Liesing reagieren. Auch unsere Anrainer brauchen Parkraum. Fix ist aber auch, dass es keine Schnellschüsse geben wird.“ Immerhin habe man vom „Karl-Wirt“ bis Rodaun eine markante gemeinsame Grenze – die Ketzergasse: auf der einen Seite Wien, auf der anderen Perchtoldsdorf.

Grüne Zone, Anrainerkarten – alles ist möglich, betonte Schuster. Über das genaue Wie, Wann und Wo werden sich Experten den Kopf zerbrechen.