Perchtoldsdorf , Hirtenberg

Erstellt am 14. November 2018, 04:38

von NÖN Redaktion

Mildes Urteil für Familienvater. Ein 40-Jähriger soll sich auch an Tochter vergangen haben: „Gegen meine Mentalität“.

shuterstock.com/ Evlakhov Valeriy

Wegen angeblich andauernder Gewalt gegen seine Gattin und die minderjährige Tochter stand ein 40-jähriger Mann vor Gericht.

Er soll laut Staatsanwaltschaft seine Tochter in den beiden Orten drei bis viermal pro Woche an den Haaren gezogen, geschlagen oder mit dem Kopf gegen die Tür gestoßen haben. Außerdem wurde dem Mann geschlechtliche Nötigung des mittlerweile 15-jährigen Mädchens vorgeworfen – die NÖN berichteten.

„Gelegentlich die Hand ausgerutscht“

Der Verteidiger des Verdächtigen erklärte, dass seinem Mandanten „gelegentlich die Hand ausgerutscht“ sei und es Klapse auf den Hintern gegeben habe. Von sexueller Belästigung sei allerdings keine Spur gewesen, da sei manches, wie zum Beispiel Kitzeln, vom Kind falsch verstanden worden. Der Angeklagte erklärte, dass er sein Kind keinesfalls ständig geschlagen habe, auch die sexuellen Vorwürfe würden nicht der Wahrheit entsprechen. „So etwas ist gegen meine Mentalität und Natur“.

Der Verteidiger wies dann noch daraufhin, dass das Mädchen seine Aussage immer wieder abgeändert und sie jetzt einen Freund habe, was ein gestörtes Verhältnis zu den Eltern zur Folge gehabt habe.

Der Prozess wurde sodann unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgeführt, die Schöffen schenkten dem Vater aber offenbar Glauben, denn das Urteil fiel milde aus: drei Monate bedingt.