Verkehrslösung für Zone der Begegnung. Vieles deutet darauf hin, dass der Marktplatz vor einer „Legalisierung“ des Status quo stehen könnte.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 19. Oktober 2019 (04:36)
Gemeinde
Der Marktplatz könnte künftig eine Begegnungszone werden. Ganz sicher werden einige Schrägparkplätze entfallen, die auf einer Landesstraße ohnehin nicht mehr möglich wären.

Beim traditionellen „DorfDialog“ am Nationalfeiertag in der Burg soll das Siegerprojekt zur Gestaltung des Marktplatzes präsentiert werden. Für Bürgerliste-Mandatarin Gabriele Wladyka ein teures Unterfangen: „Auf Initiative der Grünen wurde bereits 2017 eine Machbarkeitsstudie um 22.000 Euro in Auftrag gegeben, wobei sich herausstellte, dass sowohl eine Fußgängerzone als auch eine Einbahnregelung nicht infrage kommen.“

Der Architektenwettbewerb habe sich mit weiteren 35.000 Euro zu Buche geschlagen, ärgert sich Wladyka. Angesichts der Ergebnisse „rausgeschmissenes Geld, dafür hätten wir keine Architekten gebraucht: die Schrägparkplätze vor der Pfarre werden entfernt, die vor dem BIPA in Parallelparkplätze umgewandelt. Wie viele Bäume hätte man um das Geld schon pflanzen können?“, fragt sich Wladyka. Und: all das „noch dazu ohne Bürgerbeteiligung“.

"Der Marktplatz wird bereits wie eine Begegnungszone gelebt"

Verkehrsreferent Christian Apl, Grüne, wehrt sich: Im Zuge der Ausarbeitung der Machbarkeitsstudie seien „verschiedenste Gruppen von Betroffenen zu Workshops eingeladen worden, um die Meinungen einzuholen und in der weiteren Ausarbeitung zu berücksichtigen“.

Die Machbarkeitsstudie war zudem „Voraussetzung, um überhaupt einen Architektur-Ideenwettbewerb abhalten zu können. Der war notwendig, um zu einem stimmigen Gestaltungskonzept zu gelangen“.

Jetzt sei Dringlichkeit gegeben. Die Sanierung der Hauptwasserleitung steht an, nach der auch die Oberfläche erneuert werden muss. „Spätestens da wäre es sinnvoll, das gleich richtig zu machen. Es besteht auch weitgehend Konsens darüber, dass sich der Marktplatz – vom historischen Ensemble her einer der schönsten Plätze Niederösterreichs – auch die passende Oberflächengestaltung verdient.“ Und Apl macht keinen Hehl daraus, dass der (Planungs-)Zug in eine Richtung fahren werden: „Der Marktplatz wird bereits wie eine Begegnungszone gelebt. Es spricht nichts dagegen, diesen Zustand zu legalisieren. Das geht auch aus Zählungen hervor, die zeigen, dass der Platz nicht nur bei den Schutzwegen gequert wird“.