Vespatreffen: Organisatoren trotzen Kritikern. 500 Motorräder durch den Wienerwald sind einigen ein Dorn im Auge.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 26. Juni 2019 (05:30)
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Das Vespatreffen ist so manchem Umweltschützer ein Dorn im Auge. Dennoch wird es auch 2020 eine derartige Veranstaltung geben. Die Vorbereitungen beginnen im Herbst, betonte Organisator Andreas Gwodzd (l.) – hier mit Bürgermeister Martin Schuster und Franz Holcik.

Sensationelle Bilanz: die sechste Auflage des Vespatreffens in Perchtoldsdorf war „die bisher größte und erfolgreichste“, schwärmte Organisator Andreas Gwodzd namens seiner Mannschaft: „500 Teilnehmer, mehr als 30 Sponsoren und Unterstützer, 40 Leute in der Crew und viele helfende Hände im Hintergrund. Wir sind wahnsinnig stolz, das erste Mal fünfstellig geworden zu sein.“ 10.000 Euro gehen an das Projekt „Haus für Engel“, einer Bleibe für Menschen mit Angelman-Syndrom.

Dass es nicht nur Befürworter der Initiative gibt, musste Gwodzd auch heuer erleben. Sogar in Zahlen verpackt: 500 Vespas hätten auf der 96 Kilometer langen Strecke durch den Wienerwald – Ziel war die Schulz-Hütte in Altlengbach – etwa 3,1 Tonnen CO verblasen, rechnete ein Kritiker vor. Der Ruf nach „pdorfradln 2020“ wurde laut.

Gwodzd verwies auf das aussagekräftige karitative Argument und setzte im NÖN-Gespräch zur Gegenrechnung an: „Wegen der ehrenamtlichen Vorarbeit zum Vespatreffen konnte ich nicht in den Urlaub fliegen. So hab ich 5,44 Tonnen CO eingespart. Wir haben also positiv bilanziert.“

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