Kastanien-Allee in Laxenburg ist Geschichte. Gegen das Bakterium Phytophthora sind die besten Gärtner machtlos.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 24. November 2016 (04:33)
Robert Nikoghosyan, Christa Eibl, geschäftsführender Gemeinderat David Berl, Michael Berger, David Rappold und Anton Grimm vor einem der neu gepflanzten Lederhülsenbäume.
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„Ein Ableger von Phytophthora war im 19. Jahrhundert dafür verantwortlich, dass die Kartoffeln in Irland verdarben und die Iren in Massen begannen, nach Amerika auszuwandern“, erklärt Christa Eibl, um die Gefährlichkeit dieses Bakteriums zu dokumentieren. Und Phytophthora breitet sich durch die Globalisierung weiterhin aus - eingeschmuggelt, eingeschleppt, durch die milden Winter im Osten Österreichs begünstigt, „weil Viren, Schädlinge, Pilze und Bakterien einfach nicht mehr absterben“, weiß David Rappold.

Auch die neu gepflanzte Kastanienallee entlang der L154 blieb vor diesem Bakterium nicht verschont, und war laut einem Baumexperten „nicht mehr zu retten. Wir haben uns schweren Herzens dazu entschlossen, die Kastanienbäume zu entfernen, auch wenn sie perfekt ins historische Ortsbild von Laxenburg gepasst haben“, erklärt Bürgermeister Robert Dienst, ÖVP.

Doch der Klimawandel erfordert ein Umdenken. Gleditschien, auch bekannt als Lederhülsenbäume, haben sich als unempfindlich gegenüber Schädlingen und CO -Ausstößen erwiesen.