„Pröll hat keinen Euro gespendet“

Erstellt am 20. Februar 2013 | 00:00
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Stronach-Besuch / Nichts Neues: Der Parteigründer wetterte in der Stadtgalerie gegen Erwin Pröll. Bezirksthemen? Fehlanzeige!

MÖDLING / Nur einen Tag nach seinem offiziellen Wahlkampf-Auftakt in Tulln verschlug es Frank Stronach mit seinem Team nach Mödling. Und auch in der Stadtgalerie wetterte er gegen Landeshauptmann Erwin Pröll: „Ich habe zwei Millionen Euro beim Hochwasser in Niederösterreich gespendet. Ich wette, Pröll hat noch nie einen Euro aus der eigenen Tasche gespendet.“

Der Gründer des Team Stronach ließ in einer langen Rede seinen Werdegang Revue passieren, wurde nur manchmal durch Applaus der rund 150 Gäste unterbrochen. Er prangerte die Freunderlwirtschaft in der niederösterreichischen Politik an sowie die schlechte wirtschaftliche Lage: „Daran ist Pröll schuld!“

Außerdem wurde den potenziellen Wählern im Publikum das Team für den Bezirk Mödling vorgestellt, an der Spitze Gerald Fock. Klub-Obmann Robert Lugar, selbst ein Wiener Neudorfer, erklärte die Beweggründe von Stronach, in die Politik zu gehen: „Er sieht, dass viel falsch läuft und er weiß, wie es besser geht. Und das will er auch zeigen.“

Nationalrätin Elisabeth Kaufmann-Bruckberger aus Gumpoldskirchen ließ ebenfalls kein gutes Haar an Pröll: „Er soll sich nicht als Fürst aufspielen. Er ist mitverantwortlich für die Missstände in Österreich als eine Art Schattenkanzler.“

„Jeder Politiker spendet aus eigener Tasche!“ 

Hans Stefan Hintner, ÖVP, meint, dass nur Unterstellungen, wie sie von Stronach kommen, zu wenig seien, um Politik zu machen. „Ich höre ihn nur schimpfen und keine konstruktiven Vorschläge machen.“ Der Landtagsabgeordnete verwehrt sich außerdem gegen die Aussage, dass Pröll noch nichts gespendet habe: „Jeder Politiker, vom kleinsten Mandatar bis zum Präsidenten, hat schon viel aus der eigenen Tasche gezahlt. Das müsste auch der Herr Stronach wissen.“

Von Bernhard Garaus