Neustart für das Volksheim in Wiener Neudorf. Der räumliche Fixpunkt im Wirken unzähliger Vereine wird in einen Neubau der „Wr. Neudorfer Genossenschaft“ integriert.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 10. Mai 2021 (04:34)
So wird sich in etwa der Neubau in der Friedhofstraße 4 am Areal des ehemaligen Volksheimes präsentieren.
WNG, WNG

Die Ziele, die der „Volksheimverein Wiener Neudorf“ mit und in dem Gebäude in der Friedhofstraße 4 seit 1968 verfolgt, sind klar abgesteckt: Vereinen eine Heimstätte als Treffpunkt und zum geselligen Beisammensein zu bieten, die Räumlichkeiten inklusive Saal und Tonanlage stehen zudem für Veranstaltungen zur Verfügung.

Ab sofort herrscht allerdings terminliche Ruhe, im Volksheim bricht eine neue Ära an. Die „Gemeinnützige Bau-, Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft in Wr. Neudorf“ (WNG) mit Obmann Christian Wöhrleitner an der Spitze, hat die Liegenschaft und das angrenzende Grundstück mit dem kleinen Einfamilienhaus erworben, „um eine sinnvolle Entwicklung möglich zu machen“. Das ehemalige „12er-Grundstück“ hat Wöhrleitner bereits während seiner Amtszeit als Bürgermeister für die Gemeinde gekauft und der WNG auf 99 Jahre ins Baurecht übertragen.

Veranstaltungssaal bleibt erhalten

Das Volksheim sei in die Jahre gekommen, nicht barrierefrei, der Verein könne derartige Investitionen nicht stemmen. Also habe die WNG ein Gesamtprojekt ausgearbeitet, das den Erhalt (=Neubau) des Volksheimes inklusive eines Veranstaltungssaales für mindestens 150 Personen im Erdgeschoß, WNG-Büroräumlichkeiten und Wohneinheiten vorsieht, betonte Wöhrleitner. Die Gemeinde hat den Vertrag mit der WNG einstimmig abgesegnet – Bedingung ist die erneute Errichtung des Veranstaltungssaales –, die Baufeldfreimachung wird noch heuer erfolgen. Ortschef Herbert Janschka, ÖVP, der 2017 den 10-Euro-Vertrag mit dem Verein aufgekündigt hatte – „Die Gemeinde musste immer für alle Renovierungen aufkommen“ – ist mit der aktuellen Entwicklung zufrieden und macht „ein Hakerl unter das Thema Volksheim“.