Wiener Neudorfer für grenzenlosen Einsatz geehrt

Siegfried Weinert, mitverantwortlich für den österreichisch-tschechischen Rettungsdienst, wurde geehrt.

NÖN Redaktion Erstellt am 16. September 2021 | 05:55
440_0008_8179944_mod37neu_weinert.jpg
Siegfried Weinert (2.v.r.) mit Gattin Susanne Ottendorfer, Landesrat Martin Eichtinger, Botschafterin Ivana Červenková und der südmährische Kreisrat Jiří Kasala.
Foto: privat

Siegfried Weinert (60) und seine Susanne Ottendorfer sind als Rettungs- und Notfallsanitäter bzw. Notärztin seit Jahren ein Begriff. Ebenso untrennbar mit dem Duo ist dessen Sammelleidenschaft verbunden: die beiden halten den Guinness-Weltrekord für die umfangreichste Sammlung von (Modell-)Ambulanzfahrzeugen (mehr als 17.800).

2005 graduierte Weinert an der Donauuni Krems „„Emergency and Public Health“, das Praktikum absolvierte er bei Estero FireRescue in Florida. Als Lektor an der Fachhochschule St. Pölten war er mitverantwortlich für die Entwicklung des Studiengangschwerpunktes „Präklinische Versorgung“ sowie der Implementierung einer Rettungs- und Notfallsanitäterausbildung.

Seit 2014 ist der Wiener Neudorfer Mitarbeiter von Notruf Niederösterreich tätig und für Sonderprojekte zuständig. Hier vor allem für den grenzüberschreitenden Rettungsdienst zwischen Österreich und Tschechien. Diese Bemühungen wurden mit der Ehrenauszeichnung des südmährischen Rettungsdienstes (2018) gewürdigt. Bedingt durch die Pandemie wurde ihm die Auszeichnung des „Verbands der Rettungsdienste der Tschechischen Republik“ (AZZS CR) „für seinen Beitrag zur Entwicklung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bereich der vorklinischen Notfallversorgung zwischen NÖ und der Region Südmähren“ erst 2021 überreicht.

Der nächste Höhepunkt folgte am Montagabend: Ivana Červenková, Botschafterin der Tschechischen Republik, überreichte Weinert die „Medaille des Ministers für Auswärtige Angelegenheiten für Diplomatie“. Unter anderem gratulierten Landesrat Martin Eichtinger, ÖVP, und der südmährische Kreisrat Jiří Kasala.

Für Weinert ist „Diplomatie ist keine Einbahnstraße. Sie kann nur dort bestehen und gedeihen, wo es gelingt, den Nutzen gemeinsamer Interessen in den Vordergrund zu rücken“. Und der habe bei diesem länderübergreifenden Projekt nur ein Ziel: „Die Versorgung der Menschen zu gewährleisten. Ohne Formalitäten, Papiere, Genehmigungen.“