Ein ganz besonderer Lauf im Zeichen des Friedens. Mödlings Rotkreuz-Bezirksleiter Michael Dorfstätter lief an der österreichisch-schweizerischen Grenze einen besonderen Lauf. Anlass waren 140 Jahre Rotes kreuz Österreich und der 110. Todestag von Henry Dunant.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 06. August 2020 (12:22)

Am Schweizer Nationalfeiertag stellten sich Mödlings laufender Friedens-Botschafter Michael Dorfstätter, er ist Bezirksleiter des Roten Kreuz und des Jugend-Rot Kreuz, und sein oberösterreichische Kollege Christoph Hohn einer sportlichen Herausforderung. Die beiden liefen von Lustenau (Vorarlberg) 17 Kilometer bergauf Richtung Henry Dunant-Museum in Heiden (Schweiz). Anlass war einerseits der 140. Geburtstag des Österreichischen Roten Kreuz, andererseits jährt sich der Todestag von Henry Dunant - er ist Gründer des Roten Kreuzes und erster Friedensnobelpreisträger - heuer zum 110. Mal.

17 Kilometer, 33 Grad und 2:30 Stunden

Die offizielle Startfahne zum Lauf schwangen Lustenaus Vizebürgermeister Daniel Steinhofer und der Kommandant der Rotkreuz-Abteilung Lustenau, Ronald Faulhaber. Nach 2:30 Stunden erreichten Dorfstätter und Hohn bei 33 Grad das Ziel in der Schweiz, wurden dort von Museums-Vizepräsident Andreas Ennulat empfangen. Während des Laufs radelte Berndt Trebo vom Roten Kreuz Lustenau mit den beiden Läufern mit. Die Kinder Magdalena, Moritz und Valentin begleiteten sie ebenfalls ein Stück des Weges in Sportschuhen. Die wichtigste Unterstützerin an diesem Tag war aber wohl Sandra Grabher, Landesreferentin für das Kurswesen im Roten Kreuz Vorarlberg, die für die logistische Versorgung mit sehr viel Wasser und Fruchtsäften verantwortlich war.

Sportlich und menschlich ganz besonders

In den Begrüßungsworten würdigten die Schweizer das Engagement der beiden Friedensläufer: "Die Friedensidee auf diese Art in Bewegung zu halten, damit sie nie zum Stehen kommt, ist beachtenswert und vorbildlich", meinte etwa Ehrengast Martin Engler. Dorfstätter selbst bezeichnete den Friedenslauf, den es in dieser Form noch nie gab, als "etwas ganz Besonderes: Sportlich und auch menschlich." Und natürlich hatte er seine traditionellen Gastgeschenke mit im Gepäck - eine Henry Dunant-Sachertorte aus der Mödlinger Conditorei Phönix, Schwedenbomben aus Wiener Neudorf und Rot Kreuz-Bär Henry. Weiters überreichte Dorfstätter ein Kaffee-Service aus dem Generalsekretariat des Österreichischen Roten Kreuzes in Wien und eine Magnum-Flasche Rotkreuz-Wein vom Präsidenten des NÖ Roten Kreuzes in Tulln.