Schulsport-Projekt lässt aufhorchen

Erstellt am 20. Februar 2013 | 00:00
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Umfassende Kooperation / Die EuropaSportMittelschule baut Angebot weiter aus: schon 78 Neuanmeldungen fürs nächste Schuljahr.
Von Christoph Dworak

MÖDLING / Die EuropaSportMittelschule (EMS) Mödling macht sich fit für ein Projekt, das „nicht nur in NÖ, sondern österreichweit den Rahmen sprengt“, strahlte Direktorin Sabine Karl-Moldan bei der Präsentation. Kurzum geht es darum, (Spitzen-)Sport und Schule zu einem gemeinsamen Ganzen zu verbinden.

Ab dem Schuljahr 2013/2014 wird es in der Mödlinger Lerchengasse drei Zweige geben: acht Sport-Wochenstunden, Leistungssport für Vereinsjugendliche und - neu - der Leistungssport-Zweig mit Option auf Hochleistungssport. Die Herausforderung liege darin, „den Stundenplan um die Trainingszeiten herum aufzubauen“, betonte Karl-Moldan.

Neben den bestehenden schulischen Kooperationen mit der HTL Mödling und dem Oberstufenrealgymnasium Guntramsdorf hat man sich die Liese Prokop-Privatschule aus Maria Enzersdorf ins Boot geholt, am sportlichen Sektor das Österreichische Leistungssportzentrum Südstadt (ÖLSZ) und das Eishockeynachwuchszentrum Ost (ENZO).

Sport-Landesrätin Petra Bohuslav, ÖVP, zeigte sich angesichts der Initiative begeistert: „Hier wurde erkannt, was Sport für Jugendliche bedeutet. Sportliche Schüler sind ganz andere Charaktere: offener, fitter, selbstbewusster und schulisch sehr gut. Zudem wird hier die Basis für den Spitzensport gelegt.“

Bürgermeister Hans Stefan Hintner freut sich „als Schulerhalter zu sehen, was das Schulorganisationsgesetz alles hergibt. Vor allem, was die Erweiterung des Netzes zwischen öffentlichen und privaten Schulen betrifft“.

Für Gemeinderätin Maria Hintner ist als Schulobfrau klar: „Unsere Initiative kostet zwar viel, bringt aber auch viel.“

Für Herbst liegen bereits 78 Anmeldungen vor, darunter auch von Schülern aus Wien und Burgenland. Was eines deutlich macht: „Die Problematik der Schulsprengel-Dispens muss rasch gelöst werden“, merkte Maria Hintner an. Immerhin geht es dabei um Geld, das für bezirksfremde Schüler zu bezahlen ist.

Das Projekt an sich hat bereits international auf sich aufmerksam gemacht. Karl-Moldan wurde nach Berlin eingeladen, um im Rahmen einer Hirnforschungs-Studie von Professor Gerald Hüther („Im Grunde ist jedes Kind hochbegabt“) darüber zu berichten.

www.esm-mödling.at