Mödling: Anrainer-Ärger über neue „Kiss & Go-Zone“

Erstellt am 27. August 2022 | 04:57
Lesezeit: 3 Min
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Die neue Kiss & Go-Zone in der Josef Lowatschek-Gasse gefällt nicht jedem.
Foto: NOEN
Rund um die Stingl-Volksschule gibt es neue Aussteige-Bereiche. Kritik folgte.

Mit dem Ende der Sommerferien wird es in der Pfandlbrunngasse noch ruhiger werden. Denn die Zufahrt von der Weißes Kreuz-Gasse zur Karl Stingl-Volksschule wird in der Zeit von 7.30 bis 8 Uhr zur Schulstraße. Der Schülerlotse, der den Schutzweg in der Weißes Kreuz-Gasse im Auge hat, wird dazu stets Scherengitter aufstellen, um die Zufahrt zu verhindern. Verkehrsstadtrat Fritz Panny, SPÖ, geht nicht davon aus, dass es zu Problemen wie in der Sebastian Kneipp-Gasse in Perchtoldsdorf kommen wird. „Zum Glück haben wir hier keine Apotheke und einen Ordination“, meint er im NÖN-Gespräch.

Zudem werden in der Goethe-Gasse und Josef Lowatschek-Gasse „Kiss & Go“-Zonen eingerichtet, um den Eltern die Möglichkeit zu geben, die Kinder sicher aussteigen zu lassen.

Eben jene neue „Kiss & Go-Zone“ in der Josef Lowatschek-Gasse im Bereich Spechtgasse sorgt bei Doris Mihokovic, einer unmittelbaren Anrainerin, für Unmut: „Der Autozubringer-Verkehr bis an die Klassenzimmertür sollte nicht auch noch gefördert werden, erst recht nicht zum Nachteil der alteingesessenen Anrainer, deren Lebensqualität in Mödling immer mehr leidet, weil die Politik deren Bedürfnisse ignoriert“, meint sie.

Noch mehr Verkehr zu erwarten

Zudem werde durch die Zone „zusätzlicher Verkehr in die ohnehin schon bis zur äußersten Belastungsgrenze frequentierte Lowatschek-Gasse verlagert“, bekrittelt Mihokovic.

Panny merkt vorerst an, dass „die Schulstraße zur Sicherheit der Schul- und Kindergartenkinder eingeführt wird. Ob sie sich bewährt, wird sich zeigen“. Jedenfalls sei alles im Vorfeld mit Direktion und dem Elternverein abgestimmt worden.

Um den Eltern auch eine kurze Haltemöglichkeit für das Aussteigen der Kinder zu ermöglichen, hat man die bestehenden „Kiss & Go“-Zonen in der Goethegasse erweitert und eine zusätzliche auf Antrag des Elternvereines in der Josef Lowatschek-Gasse geschaffen, ergänzte Panny. Auch hier gelte: „Ob diese Lösung perfekt ist, wird sich weisen. Das wichtigste ist die Sicherheit unserer Kinder.“ Und die sei über Einzelinteressen zu stellen, sagt der Stadtrat.