Arbeiter unter Karosserieaufbau eingeklemmt. Bosnier wollte auf Firmengelände seinen privaten Traktor reparieren.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 14. August 2019 (04:30)
Michael Pekovics
Symbolbild

Am Samstag, 10. August, kam ein bosnischer Arbeiter in seiner Freizeit zu seiner Arbeitsstätte am Kommunalweg, um hier seinen privaten Traktor zu reparieren. Weiters wollte er scheinbar an einem Firmen-Lkw den defekten Sensor eines Luftbalgs tauschen. Dazu startete er den Motor, um den Aufbau des Lkw zu heben und an den Sensor zu gelangen. Kurz drauf schaltete er den Motor wieder ab.

Normalerweise müsste für diese Tätigkeit ein hydraulischer Wagenheber oder eine sonstige Sperre zur Absicherung und Abstützung der Karosserie verwendet werden. Weitere Sicherungsmaßnahmen unterließ der Bosnier nach derzeitigem Erkenntnisstand aber.

Als ein weiterer Mitarbeiter der Firma auf das Gelände kam, hörte dieser plötzlich einen lauten Knall. Der zweite Arbeiter eilte zum Karosserieaufbau des Lkw und stellte geschockt fest, dass dieser nach unten auf das Fahrwerk gestürzt war und sein bosnischer Arbeitskollege im Kopf- und Brustbereich zwischen dem Lkw-Reifen und der Karosserie eingeklemmt war.

Arbeiter erfolgreich reanimiert

Der Zeuge verständigte sofort den Firmenchef und die Rettung sowie die Feuerwehr. Die Feuerwehr Laxenburg startete den Lkw, woraufhin sich die Karosserie hob und der Arbeiter befreit werden konnte. Er wurde durch den Notarzt Mödling und den Rettungsdienst Mödling erstversorgt und erfolgreich reanimiert.

Er erlitt durch den Unfall lebensgefährliche Verletzungen und wurde mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 3 in das Unfallkrankenhaus Meidling gebracht. Bezirkspolizeikommandant Peter Waldinger erklärt: „Wir können nur überprüfen, ob die Arbeitssicherheitsvorkehrungen bei normalen Arbeitsbetrieb so sind, wie sie zu sein haben.“ Der Fall wurde auch beim zuständigen Arbeitsinspektorat angezeigt.