Mahnmal wird aufgewertet. Das ehemalige Einfahrtstor in das „Lager Nord“ wird wieder sichtbar.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. Februar 2019 (04:05)
Kraus
Das nach Plänen von Arik Brauer gestaltete Mahnmal rückt noch stärker in den Mittelpunkt.

Das 2014 an der Kreuzung Eumigweg/Palmersstraße errichtete Mahnmal zum Gedenken an das KZ-Außenlager Wiener Neudorf wird noch besser in den Mittelpunkt gerückt. „Der Platz wurde bereits auf knapp das Doppelte ausgeweitet. Das Mahnmal selbst wird dadurch nicht verschoben, sondern in den Mittelpunkt des Platzes gerückt“, schildert Bürgermeister Herbert Janschka, ÖVP.

Ebenfalls geplant ist, das damalige Eingangstor nachzubauen. Jürgen H. Gangoly, Obmann des Gedenkvereins KZ-Nebenlager Guntramsdorf/Wiener Neudorf erzählt, woher die Grundlage dafür stammt: „Die Skizze des Einfahrtstores des ehemaligen KZ-Außenlagers inklusive genauer Maßangaben dazu, wurde bei Recherchen im Landesarchiv entdeckt. Die Unterlagen stammen aus Gerichtsakten der NS-Zeit über einen Unfall, bei dem ein Soldat verletzt wurde. Er fuhr auf der Ladefläche eines Lkw mit und verletzte sich bei der Durchfahrt am Querbalken des Einfahrtstores schwer.“

Ziel dieser Installation ist es, das ehemalige „Lager Nord“ wieder „sichtbar“ zu machen. „Im Gegensatz zu Neu-Guntramsdorf, wo die Grundmauern der Baracken noch sehr erkennbar sind, ist vom Lager Nord praktisch nichts mehr zu sehen“, erklärt Gangoly.