Wöhrleitner bleibt Nr. 1: „Mehr Herz in Politik“. Der ehemalige Bürgermeister Christian Wöhrleitner will es noch einmal wissen und ist Spitzenkandidat.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 07. Dezember 2019 (05:43)
SPÖ-Spitzenkandidat Christian Wöhrleitner Wiener Neudorf
SPÖ

Warum er sich eine Kandidatur als Spitzenkandidat noch einmal antut, begründet Altbürgermeister Christian Wöhrleitner so: „Ich trage immer noch gewisse Verantwortung gegenüber den Menschen, die mich seit Jahren fragen, ob ich eh weitermache. Diese vielen Rückmeldungen haben mich schlussendlich überzeugt und mich zu diesem Schritt bewogen.“

Er möchte seine Partei einmal so übergeben, dass „ein potenzieller Nachfolger unbelastet sein kann“. Den Parteivorsitz hat Wöhrleitner bereits in jüngere Hände gelegt: Wolfgang Tomek, ehemaliger Umweltgemeinderat und Petra Graf, ehemalige Finanzreferentin der Marktgemeinde Wiener Neudorf, haben die Parteiführung übernommen. Die Gesamtsituation der SPÖ färbe stimmungsmäßig natürlich auch auf die Funktionäre in den Ortsgruppen ab.

"Vereine sind der Kitt einer jeden Gemeinde"

Generell ortet Wöhrleitner, dass der Zusammenhalt in der Gesellschaft immer brüchiger wird. Die SPÖ müsse nicht nur auf Bundesebene, sondern auch auf Gemeindeebene dagegen Zeichen setzen. Ein umso größeres Anliegen ist es Wöhrleitner, sich wieder für die Menschlichkeit und die Solidarität in der Gesellschaft einzusetzen.

„Ich möchte wieder mehr Herz in die Gemeindepolitik bringen. Zu den Schlüsselfragen auf Gemeindeebene gehört für mich, wie gehe ich mit unseren Vereinen um. Diesen bei jeder Gelegenheit unter die Nase reiben, wie teuer sie der Gemeinde kommen, halte ich für den falschen Weg. Vereine sind der Kitt einer jeden Gemeinde. Wir sollten sie daher hochhalten und wertschätzen.“