Eichgraben: „Notfalls sperren wir das Bad wieder zu“. Ärger im Wienerwaldbad: Abstandsregeln werden nicht eingehalten. Ortschef appelliert an die Eigenverantwortung.

Von Andrea Stoiser. Erstellt am 08. Juli 2020 (05:01)
VizebürgermeisterJohannes Maschl verweist auf den Babyelefanten als Sicherheitsabstand.
Stoiser

Beängstigend empfand Bürgermeister Georg Ockermüller das erste richtige Sommerwochenende im Eichgrabener Wienerwaldbad, als er als Hilfsbademeister sein Bad-Team unterstützte. „Man hat das Gefühl, dass es Corona in den Köpfen der Menschen nicht mehr gibt. Aber es ist noch nicht vorbei“, zeigte sich der Bürgermeister entsetzt über das Verhalten.

„Es ist ein Kampf gegen Windmühlen“

Eine Vielzahl der Badegäste benimmt sich, als hätte es Corona nie gegeben. Die Bademeister haben alle Hände voll zu tun und werden nicht müde, die Badegäste auf die Sicherheitsabstände und sonstigen Hygienevorschriften hinzuweisen.

„Wir haben schon zusätzliches Personal eingesetzt, aber es ist ein Kampf gegen Windmühlen“, berichtet Ockermüller. In der Gemeinderatsitzung berichtete er von Müttern, die den Kindern sagen, wenn euch jemand auf den Abstand anspricht, dann sagt, ihr seid Geschwister.

Ockermüller betonte, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist und appellierte an alle Gemeinderatskollegen, nicht müde zu werden, das auch weiterhin zu kommunizieren. „Wir als Gemeinde haben eine Verantwortung und sind am Tüfteln, wie wir die auftretenden Probleme besser lösen können. Aber es gibt auch eine Eigenverantwortung“, sagt Ockermüller. Und an die Badegäste appelliert er: „Bitte haltet euch an die Maßnahmen! Wir wollen keinen Cluster in Eichgraben. Wenn es nicht funktioniert, sperren wir das Bad notfalls wieder zu!“