Altlengbach

Erstellt am 14. Juli 2018, 00:48

von Birgit Kindler

Antrag wegen Gülle in Maiß. Verfaultes Material aus Biogas-Anlage soll in Maiß aufgetragen worden sein. Laut BH wurde alles korrekt eingearbeitet.

 |  APA (dpa/Archiv)

Eine Woche lang soll es im April in Maiß bestialisch nach Gülle gestunken haben. „Es war uns nicht einmal möglich, unsere Fenster zu öffnen“, ist Hubert Sieber verärgert. Er wohnt in unmittelbarer Nähe zu jenem Acker, auf dem die Gülle aufgetragen wurde. „Dabei handelte es sich um verfaultes Material aus einer Biogasanlage, die nicht einmal im Ort ist“, ist Sieber überzeugt. Er meinte auch, dass die Gülle nur halbherzig eingearbeitet wurde. FP-Gemeinderat Wilhelm Singer brachte in der Gemeinderatssitzung dazu einen Antrag ein.

VP-Bürgermeister Michael Göschelbauer betonte, dass die Zuständigkeit bei der Bezirkshauptmannschaft liegt. „Wir können nur mit Nachdruck darauf hinweisen, dass die Gülle eingearbeitet werden muss, was wir auch getan haben und was auch geschehen ist“, erklärt der Ortschef. Dass „ortsfremde“ Gülle auf Äckern in Altlengbach ausgebracht wird, könne man nicht verbieten. Auch Bezirkshauptmann Josef Kronister informierte, dass alles korrekt eingearbeitet wurde.

VP-Vizebürgermeister Daniel Kosak warnte in der Sitzung davor, einen Beschluss zu fassen: „Es ist besser, im Guten miteinander zu reden.“ Singer zog den Antrag zurück.