Fünf Mediziner übernehmen die Versorgung in Neulengbach. An Wochenenden und Feiertagen übernehmen fünf Mediziner im Sprengel Neulengbach weiterhin die Versorgung von Patienten.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 02. Juli 2019 (04:24)
Gemeinde
Bürgermeister Franz Wohlmuth, Gesundheitsstadträtin Beate Raabe-Schasching, Arzt Peter Schmotz und Stadtamtsdirektor Leopold Ott freuen sich, dass der Bereitschaftsdienst an Wochenenden und Feiertagen weiterhin gesichert ist.

Der Verwaltungsgerichtshof hat entschieden, dass Ärzte mit Kassenvertrag nicht mehr verpflichtet sind, an Wochenenden oder Feiertagen Bereitschaftsdienste zu machen.

Im Raum Neulengbach ist die ärztliche Versorgung an diesen Tagen weiterhin gesichert, weil die Neulengbacher Ärzte Peter Schmotz, Herbert Fohringer und Alexandra Leder sowie Günter Schrefl aus Asperhofen und Karl Tenora aus Maria Anzbach abwechselnd freiwillig Dienst machen.

„Wir wollen die Patienten nicht ganz allein lassen.“ Peter Schmotz Arzt, Neulengbach

Es sei kein Problem gewesen, zu dieser Vereinbarung zu kommen, sagt Peter Schmotz, Sprecher des Arztsprengels Neulengbach, Maria Anzbach und Asperhofen. Er hat eine Sitzung mit seinen Kollegen einberufen und berichtet: „Wir haben einstimmig beschlossen, dass wir die Patienten nicht ganz alleine lassen.“

Jeden Samstag, Sonn- und Feiertag gibt es eine Rufbereitschaft von 8 bis 14 Uhr. Die Ordination beim Roten Kreuz ist an diesen Tagen von 9 bis 11 Uhr besetzt. „Diese Ordination haben wir ja seit Jahren und sie funktioniert gut“, hält Peter Schmotz fest.

Der Bedarf für eine ärztliche Betreuung am Wochenende sei auf jeden Fall gegeben.

„Es ist immer unterschiedlich, aber zum Teil ist einiges los, zum Beispiel in Grippezeiten oder bei Hitzebeschwerden. Natürlich haben wir auch den Notarzt, und das Krankenhaus ist nicht weit. Aber wenn jemand am Wochenende Ohrenschmerzen bekommt, ist das kein Fall für den Notarzt“, sagt Schmotz. Ihm und seinen Kollegen sei es wichtig, auch weiterhin freiwillig die medizinische Versorgung an Wochenenden und Feiertagen im Sprengel sichern.

„Es ist immer unterschiedlich, aber zum Teil ist einiges los, zum Beispiel in Grippezeiten oder bei Hitzebeschwerden“

Froh über diese Lösung sind auch die Gemeindepolitiker. Gesundheitsstadträtin Beate Raabe-Schasching sagt: „Es freut mich sehr, dass unsere Ärzteschaft sich zusammengesetzt hat und im Sinne der Patienten entschieden hat, einen freiwilligen Wochenend-Dienst einzurichten. Es ist schön zu sehen, dass hier in einem sehr guten Einvernehmen miteinander gearbeitet wird.“

„Es freut mich sehr, dass unsere Ärzteschaft sich zusammengesetzt hat und im Sinne der Patienten entschieden hat“

Auch Bürgermeister Franz Wohlmuth ist erleichtert, dass die fünf Ärzte dem freiwilligen Dienst an Wochenenden und Feiertagen zugestimmt haben.

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