Debatte über Ortseinfahrt geht in nächste Runde. Gestaltung Meinung der Bürger war gefragt. Ideen sollen noch berücksichtigt werden.

Von Ernst Klement und Renate Hinterndorfer. Erstellt am 06. Juli 2019 (03:08)
Gemeinde
Den Bürgern wurden am Donnerstag die Pläne für die Einfahrt präsentiert.

Die Bürger wurden am Donnerstag über das Projekt „Engstellengestaltung“ informiert. Wie berichtet wird die frühere Engstelle bei der Einfahrt ins Ortszentrum völlig umgestaltet. Die Pläne wurden bereits im Gemeinderat präsentiert.

„Diese neuralgische Stelle ist bereits 400 Jahre alt und schon immer ein Zankapfel. Nun werden wir diese Einfahrt ins Zentrum wunderschön gestalten“, sagte VP-Bürgermeister Michael Göschelbauer. Er präsentierte die Pläne, Gemeindesekretär Christian Schmölz notierte die Wortmeldungen der Bürger, denn deren Ideen sollen noch berücksichtigt werden.

„Dass es auch Kritik an dem Projekt gibt, ist klar.“ Bürgermeister Michael Göschelbauer

Davon scheinen nicht alle überzeugt zu sein. Kurt Dornstauder etwa meinte: „Der Gemeinderat hat diese Pläne beschlossen, warum diskutieren wir überhaupt noch?“

SP-Gemeinderat Wolfgang Luftensteiner hielt fest: „Mir wäre auch lieber gewesen, vor der Gemeinderatssitzung die Bürger zu befragen.“ Und Herbert Moser meinte: „20 Leute bei einer Bürgerinfo geben so und so nicht die Meinung der Bevölkerung wieder.“

Diskutiert wurde auch, wer für die Ausarbeitung dieses Planes eigentlich zuständig sein sollte. FP-Gemeinderat Wilhelm Singer meinte: „Es wäre ideal, wenn wir einen Dorferneuerungsverein hätten, der diese Pläne gemeinsam mit der Bevölkerung gestalten würde. Antwort des Bürgermeisters: „Das wäre der Idealfall, nur gibt es diesen Dorferneuerungsverein nicht.“

Für große Diskussion sorgte die geplante Begegnungszone. Lotte Badstöber sagte: „Diese Begegnungszone ist für meinen Geschmack zu modern.“ Und Josef Blab meinte: „Diese 80.000 Euro für die Begegnungszone sollten besser in die Gestaltung der Kirchenwiese fließen. Dort liegt das Herz der Altlengbacher.“

Angst gibt es in der Bevölkerung, dass durch den Ausbau der Engstelle die Autofahrer rasanter fahren werden. Das soll mit einer Rampe verhindert werden. Sehr positiv wurde von der Bevölkerung die Gestaltung mit vielen modernen Holzfassaden und Holzzäunen bewertet. Eine Absage gab es für einen geplanten großen Schaukasten mit alten Ansichten von Altlengbach.

Nach der Bürger-Info erklärte der Bürgermeister: „Ich war gespannt, wie es abläuft, und ich habe einen guten Eindruck. Die Bevölkerung hat gute Ideen, die wir noch einfließen lassen wollen.“ Zwei A4-Zettel mit Vorschlägen der Altlengbacher hat er von der Bürger-Info mitgenommen: „Da sind gute und sinnvolle Sachen dabei. Was passt, machen wir“, sagt Göschelbauer.

Dass es Kritik an dem Projekt gibt, sei klar: „Da geht es um Details wie das Material oder die Bepflanzung. Es ist auch die Sinnfrage gestellt worden. Wir haben alles sachlich durchdiskutiert, das hat mir gut gefallen“, zeigt sich Göschelbauer zufrieden. Die Gestaltung des Einfahrtsbereichs ist dem Bürgermeister ein wichtiges Anliegen: „Das ist das Wohnzimmer von Altlengbach. Ich plädiere dafür, dass uns das etwas wert ist. Budgetär ist alles durchgeplant. Wir brauchen nicht diskutieren, ob wir uns das leisten können oder nicht.“