Neulengbach , Guntramsdorf

Erstellt am 21. Januar 2019, 13:00

von Redaktion noen.at

Rehau baut 64 Mitarbeiter in NÖ ab. Der weltweit agierende Polymerspezialist Rehau zieht sich aus dem verlustbringenden WPC-Geschäft zurück, die Produktion in Neulengbach (Bezirk St. Pölten-Land) sowie der Vertrieb in Guntramsdorf (Bezirk Mödling) werden eingestellt. 64 Mitarbeiter sind davon betroffen.

Rehau-Werk in Neulengbach  |  Hinterndorfer

Das Werk in Neulengbach werde sich künftig ausschließlich auf die Produktion von Mikrokabelrohren konzentrieren, die Produktion von Produkten aus Holz-Polymer-Verbundwerkstoff (Wood Polymer Composites, kurz WPC) - wie Profile und Terrassendielen - werden eingestellt, teilte das Unternehmen am Montag in einer Aussendung mit. 

Damit einhergehend seien "personelle Anpassungen" erforderlich. Betroffen sind neben dem Werk in Neulengbach auch das WPC-Produktmanagement und der Vertrieb sowie die Verwaltung in Guntramsdorf (Bezirk Mödling).

Ingo Krendelsberger  |  Rehau

In Neulengbach verlieren damit 43 Mitarbeiter ihren Job, in Guntramsdorf 21. Das Arbeitsmarktservice sei bereits informiert worden. „Die betroffenen Mitarbeiter werden mit einem umfassenden Sozialplan unterstützt, der neben Abfindungen auch Beratungsmöglichkeiten, Unterstützung bei Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen umfasst. Soziale Härtefälle werden finanziell abgefedert“, erklärt Rehau-Österreich-Geschäftsführer Ingo Krendelsberger.

Voller Fokus auf Mikrokabelrohr-Produktion

Im Rehau-Werk in Neulengbach werden künftig für die gesamte Gruppe Mikrokabelrohre produziert. Man sehe im europäischen Ausbau der Glasfasernetze für ein leistungsfähigeres Internet großes Potenzial, betont CEO William Christensen. Bisher wurden in Neulengbach insgesamt 72 Millionen Meter Mikrokabelrohre produziert.

Rehau rechnet mit einem weiterhin steigenden Bedarf aufgrund des notwendigen Ausbaus von Hochleistungsdatennetzen mit entsprechenden Bandbreiten. „Wir werden 2019 mit über 70 Mitarbeitern im Werk Mikrokabelrohre produzieren, bis 2021 werden es 100 Mitarbeiter sowie 20 Lehrlinge sein“, so Krendelsberger.