Ein Hauch von Biennale in Neulengbach. Die international bekannten Künstlerinnen Waltraud Cooper und Ona. B. gastieren derzeit bei Inge Graf und Walter Zyx im TANK 203.30.3040.AT.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. Mai 2019 (03:43)
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Walter Zyx, Stadträtin Maria Rigler, Waltraut Cooper, Inge Graf und Ona B. bei der Vernissage im Neulengbacher TANK 203.30.3040.AT.

Einen Hauch von Biennale di Venezia brachte die am Samstag im TANK 203.30.3040.AT eröffnete Ausstellung der Kulturinitiative der GrafZyx Foundation nach Neulengbach: „Strategische Komplemente VII“ von Ona B. und Waltraut Cooper.

Pionierin in digitaler Kunst: Waltraud Cooper

Beide Künstlerinnen haben in der Vergangenheit Österreich bei der renommierten Kunstausstellung in Venedig vertreten, der ältesten internationalen Biennale der Welt (seit 1895).

Walter Zyx und Inge Graf ist damit ein neuerlicher Kunstcoup gelungen, zählen doch Ona B. und Waltraut Cooper zu den gefeierten künstlerischen Kräften des Landes: Die in Linz geborene Waltraut Cooper ist sowohl Künstlerin als auch Mathematikerin und zählt zu den Pionierinnen der digitalen Kunst. Dabei spielt in ihrem Werk die Verwendung von Licht als künstlerisches Medium eine zentrale Rolle. Cooper genießt vor allem durch ihre Lichtinstallationen, die sie auch in Neulengbach zeigt, einen internationalen Ruf. Ihre Arbeiten verfolgen auch immer eine ganz bestimmte Botschaft wie etwa die Sehnsucht nach Frieden.

Die Wiener Malerin, Fotografin und Installationskünstlerin Ona B. bleibt auch in den gezeigten Arbeiten – Fotos, Kostüme, Videos, Installationen - ihrer bevorzugten Farbe Rot treu. Das hängt mit dem Tod ihrer Mutter zusammen, deren Lieblingsfarbe Rot war. Indem sie diese Farbe am Leben erhält, könne sie ihr auf ihre Weise für ihre Liebe und Warmherzigkeit danken, sagt die Künstlerin. Besonders berührend wurden ihre Montagen aus Stöckelschuhen, Krücken und Rollstühlen empfunden, in denen sie sich symbolisch am Reiz fraulicher Sinnlichkeit und dem unausweichlichen Diktat des Vergänglichen abarbeitet.

Peter Bogner von der Kiesler-Privatstiftung in Wien sprach zum Werk der beiden Künstlerinnen.

Soviel geballte künstlerische Frauenpower wollten sich auch die Neulengbacherinnen nicht entgehen lassen: Neben Stadträtin Maria Rigler fanden sich auch Ilona Muhr, Daniela Zeilinger und Brigitte Pointner zur Vernissage ein.

Für den Kunsthistoriker Hannes Etzlstorfer, der mit Gattin Elisabeth vorbeischaute, bot die faszinierende Ausstellung die Gelegenheit des Wiedersehens mit diesen von ihm besonders geschätzten Künstlerinnen.