Neue Aussichtsplattform für den Gföhlberg. Etwa 400 Meter von der Hütte entfernt soll eine neue Aussichtsplattform entstehen. Die Gemeinden Brand-Laaben, Hainfeld und Eichgraben kooperieren.

Von Ernst Klement und Renate Hinterndorfer. Erstellt am 15. Januar 2019 (04:12)
Stoiser
Der Gföhlberg soll attraktiver werden, eine Warte ist geplant, damit Besucher den Ausblick in das Hügelland des Wienerwaldes und der Voralpen genießen können.

„Von einer Warte auf dem Gföhlberg kann man an einem schönen Tag das Glitzern des Wassers am Neusiedlersee sehen. Man kann sagen, dass man einen imposanteren Ausblick hat als von der Schöpflwarte“, schwärmt Bürgermeister Helmut Lintner.

Auf dem Gföhlberg gab es schon früher Holzwarten. Jetzt soll wieder eine Aussichtsplattform errichtet werden. Im Voranschlag der Gemeinde Brand-Laaben sind bereits 119.000 Euro für das Projekt vorgesehen.

„Die Planung ist im Gang, die Förderung ist beantragt, der Kostenvoranschlag ist in Auftrag gegeben“, berichtet der Laabener Ortschef. Vergangene Woche wurde dem Grundeigentümer der Pachtvertrag übermittelt, diese Woche könnte er unterfertigt werden, so Lintner: „Das ist der letzte Schritt, dann steht dem Projekt nichts mehr im Wege.“

Der Gföhlberg ist mit 885 Metern nur unwesentlich niedriger als der 892 Meter hohe Schöpfl. Es war immer der Wunsch von Bürgermeister Helmut Lintner, wieder eine Warte zu bauen. Der Ortschef wohnt selbst auf der Klammhöhe am Fuße des Gföhlbergs und hat daher immer eine enge Beziehung zu der Erhebung gehabt.

Die Gföhlberghütte, die von den Eichgrabener Naturfreunden betrieben wird, entwickelte sich immer mehr zu einem beliebten Wanderziel in der Region. Etwa 400 Meter von der Hütte entfernt soll nun die neue Warte errichtet werden. „Der Gföhlberg ist ein beliebtes Ausflugsziel und kann von drei Seiten bestiegen werden, aus Richtung Klammhöhe, vom Schloss Stollberg und von der Bernau“, so Helmut Lintner. Er freut sich, dass zum Ende seiner Amtszeit noch die Gföhlbergwarte errichtet werden kann.

Förderung durch Leaderregion

Der Aussichtspunkt wird etwa zehn Meter hoch sein und aus Holz errichtet werden. Das Projekt wird von der Leaderregion und den Anrainergemeinden unterstützt. Mit der Schöpflwarte und der Gföhlbergwarte hat man dann zwei optimale Freizeitziele in der Gemeinde, die sowohl zu Fuß als auch mit dem Mountainbike innerhalb eines Tages zu erreichen sind.

Auch Martin Michalitsch freut sich über das geplante Projekt: „Mir ist das ein großes Anliegen, weil die Hütte am Gföhlberg von den Eichgrabener Naturfreunden betrieben wird“, betont der Eichgrabener Bürgermeister und Landtagsabgeordnete. Er erwartet sich durch den Bau einer Warte eine wesentliche Attraktivierung des Gföhlbergs. „Es gibt dort wunderschöne Wege, aber leider keine Aussicht.“ Mit der Warte könne man dann auch die Aussicht vom Berg genießen: „Das ist das Tüpferl auf dem i“, freut sich Michalitsch.

In Kombination mit dem Schöpfl sei der Gföhlberg eine schöne touristische Option, etwa für 2-Tagestouren mit dem Mountainbike. „Man hat Bewegung in der Natur, man kann Station machen am Schöpfl oder am Gföhlberg, man kann regionale Produkte konsumieren und hat ein schönes Erlebnis“, schwärmt Martin Michalitsch, der selbst ein begeisterter Mountainbiker ist.

Die Errichtung der Warte sei ein schönes Gemeinschaftsprojekt, so Michalitsch: Beteiligt sind die Gemeinden Brand-Laaben, Hainfeld und Eichgraben. 60 Prozent der Kosten werden laut Martin Michalitsch über Leader finanziert.