36 positive Coronatests im Bezirk St. Pölten. Etwas weniger Teilnehmer als beim ersten Durchgang im Dezember

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 18. Januar 2021 (09:29)
In Maria Anzbach gab es keinen einzigen positiven Coronatest.
privat

46.661 Personen haben am Wochenende im Bezirk St. Pölten an den Coronatests teilgenommen. „36 waren positiv, das ist sehr überschaubar“, sagt Bezirkshauptmann Josef Kronister auf Anfrage der NÖN. Bei den ersten Massentests im Dezember lagen die Zahlen etwas höher: 49.298 Personen ließen sich testen, 78 hatten ein positives Ergebnis und mussten sich einem PCR-Test unterziehen. Dass das zweite Testangebot trotz Verlängerung des Lockdown doch von so vielen Menschen in Anspruch genommen wurde, überraschte den Bezirkshauptmann. Er rechnet damit, dass in Zukunft eher auf permanente Testmöglichkeiten und weniger auf Flächentests gesetzt wird: „Andere Bundesländer bieten das schon regelmäßig an. Ich denke, dass es bei uns auch darauf hinauslaufen wird. Und das macht ja auch Sinn.“  Durch die Flächentests habe man aber einen Überblick über das Infektionsgeschehen auf breiter Basis, das sei auf jeden Fall von Vorteil, so Josef Kronister.

Die Zahl der Covid-19-Infizierten ist im Bezirk stabil: Vor dem Wochenende waren es 163, am Montag 170. Die PCR-Ergebnisse der 36 beim Schnelltest positiv getesteten Personen lagen zu Redaktionsschluss noch nicht vor. Von den Virusmutationen merke man noch nichts: „Das heißt aber nicht, dass es nicht in einer Woche anders sein kann.“

Auf die Frage, ob sich die Menschen im Bezirk an die Corona-Schutzmaßnahmen halten, antwortet der Bezirkshauptmann: „Bedingt.“ Die Verlängerung des Lockdowns sei nicht nur auf das Virus zurückzuführen, sondern auch auf unvernünftiges Verhalten: „Einige Leute müssen sich da schon an der Nase nehmen.“ So gab es etwa in einer einzigen Gemeinde im Pielachtal über 20 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Vorgaben.

Puncto Corona-Impfungen laufen im Bezirk derzeit die Vorbereitungen: „Es wird nach und nach ausgerollt, wie es abläuft. Der Impfstoff ist ja von der Lagerung her empfindlich.“ Das Interesse am Impfen ist laut Josef Kronister durchaus groß, genug Dosen für eine flächendeckende Impfung sind aber noch nicht vorhanden.