Veranstaltung in Altlengbach: Einblicke in die Zukunft des Waldes

Erstellt am 01. Juli 2022 | 05:28
Lesezeit: 3 Min
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Trafen sich in Altlengbach zu Diskussion über die Zukunft des Waldes: Ronald Würflinger (Blühendes Österreich), Arno Aschauer (WWF), Christina Gassner (Leaderregion Elsbeere Wienerwald), Karin Winter (Obfrau Leaderegion), Hannes Berger (Pro Silva Austria), Gertraud Wollansky (BMK), Matthias Zawichowski (Klima- und Energiemodellregion), Andreas Weiß (Biosphärenpark Wienerwald), Christiane Gupta (Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung).
Foto: Foto Ernst Klement
Vorzeigeprojekt „ökologische Kleinwaldbewirtschaftung“ wurde präsentiert. Für das Projekt gab es bereits den Naturschutzpreis.

Wer etwas über den Wald lernen möchte, der war am Donnerstag bei einer Veranstaltung der Leaderregion Elsbeere Wienerwald im Hotel Steinberger richtig. Viele Waldbesitzer kamen, um sich über die neuesten Entwicklungen rund um den Wald Informationen einzuholen, die von Experten geliefert wurden.

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Aus Laaben kamen zum Vortrag ÖTK-Wienerwald-Obmann Friedrich Hackl sowie die Waldbesitzer Ludwig und Claudia Schraml.
Foto: Ernst Klement

Eine ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Waldbewirtschaftung ist essentiell, um die Funktionen des Waldes auch in Zukunft aufrechterhalten zu können. In Altlengbach wurde das Vorzeigeprojekt „ökologische Kleinwaldbewirtschaftung“ präsentiert, das in der Leaderregion umgesetzt wurde. Dabei wurden in den vergangenen vier Jahren 25 „hof-ferne“ Kleinwaldbesitzer bei der ökologischen Bewirtschaftung ihrer Wälder unterstützt.

Experten von Bund, Land, Biosphärenpark Wienerwald, Umweltbundesamt, WWF sowie Regionsverantwortliche diskutierten am Donnerstag die Rolle des Kohlenstoffmanagements in der Regionalentwicklung. Weiters gab es Fachvorträge zur biodiversitätsfreundlichen Waldbewirtschaftung.

Die Leaderregion bot mit dem Projekt „ökologische Kleinwaldbewirtschaftung“, das nach dem Sommer endet, Hilfestellung für Kleinwaldbesitzer, die ihre Waldflächen nicht selbst bewirtschaften können und keinen Zugang zur Landwirtschaft besitzen. Umgesetzt wurde das erfolgreiche Projekt in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt.

„Für jeden Waldbesitzer wurde ein individuelles, ökologisch orientiertes Waldbaukonzept erstellt, worin ein Fahrplan für die kommenden Jahre abgebildet wird, um naturnahe Waldstrukturen sowie die Biodiversität und die Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel zu erhöhen“, so die Info vom Leadermanagement.

Lebensräume erhalten, Wald widerstandsfähiger machen

Regionsobfrau Bürgermeisterin Karin Winter freut sich über dieses Vorzeigeprojekt, das weit über die Region hinaus Wellen geschlagen hat: „Den hof-fernen Kleinwaldbesitzern wurde ein abgerundetes Betreuungskonzept angeboten. Dadurch können bisher ungenutzte Wälder einer ökologischen Bewirtschaftung zugeführt und unsere regionalen Wälder klimafitter gestaltet werden. Für dieses erfolgreiche Konzept wurden wir sogar mit dem Naturschutzpreis des Landes NÖ 2021 ausgezeichnet, worauf wir sehr stolz sind.“

Es konnte ein Weg aufgezeigt werden, wie es gelingen kann, Lebensräume für Vögel, Käfer und Kleinorganismen im Wald zu schaffen und zu erhalten, die Wälder widerstandsfähig gegen den Klimawandel zu gestalten und „nebenbei“ mit dem Holzverkauf aus dem eigenen Wald Einkommen zu erzielen.